Umso mehr freuten uns die vielen Antworten, der Bundestagsabgeordneten, die sich gegen die Fristverlängerung ausgesprochen hatten. Hier konnte man deutlich herauslesen, wie selten offenbar ein positives Feedback für die Politiker ist, und dass ihre Arbeit meist kritisiert, aber nur selten anerkannt wird.

Die Aussagen der sogenannten „Ja-Sagern“ wollten wir aber nicht einfach kommentarlos hinnehmen und entschlossen uns daher, sie, wie folgt, erneut anzuschreiben:

Sehr geehrte Damen und  Herren,

 auf unser Schreiben vom 21.12.2018 zu Ihrer Ja- Entscheidung für die Weiterführung der betäubungslosen Ferkelkastration haben Sie uns geantwortet. Dafür vielen Dank.

Es war ein Versuch zu erklären, was nicht zu erklären ist. Wir haben auch von etlichen Ihrer Kollegen viele bunte Argumentationen erhalten und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Es ist verwunderlich, wie man nackte Grausamkeit verbal auf unterschiedlichste Art verharmlosen kann.

 Das Gute an den Stellungnahmen ist zu sehen, wie doch ein Teil des Gewissens nicht zur Ruhe zu kommen scheint. Das Schlimme ist  zu erkennen, dass uns, die Bürger, offenbar eine gewisse, von uns gewählte Volksvertretergruppe für naiv und blauäugig hält.

 Natürlich wissen auch wir, dass ein starker Druck auf Ihnen lastet. Wer aus der Reihe tanzt, wird bekämpft. Das ist so.

Aber da muss man eben Stärke zeigen, was Sie leider nicht getan haben.

Nun helfen leider auch noch so viele erklärende oder  bedauernde Worte dem Folteropfer nicht.

Die Frage, worauf in den kommenden zwei Jahren gewartet werden soll ist von Ihnen nicht beantwortet worden. Was genau soll erfunden werden, was nichts kostet, keine Betäubung ist, aber die Schmerzen ausschaltet? Gern erwarten wir Ihre Vorschläge.

Mit freundlichen Grüßen

Die Bewegung Herz und Verstand vom Tierschutzverein Düsseldorf

 

Antworten blieben bislang, welch‘ Überraschung aber aus.