12.07.2018: Ein Jahr TiNa-AG

-ein Rückblick

Vor einem Jahr habe ich in einer Düsseldorfer Grundschule die TiNa-AG (Tiere und Natur) begonnen. Neun Kinder zwischen 7 und 10 Jahren trafen sich einmal in der Woche mit mir in ihrer Schule, um etwas rund um das Tier oder für die Umwelt zu machen. Das Thema der Doppelstunde habe ich nie verraten, um Spannung zu halten. Da dies meine erste AG war und ich auch sonst nie über einen so langen Zeitraum mit derselben Gruppe an Kindern gearbeitet habe, war ich entsprechend aufgeregt. Wir hatten das Glück, einen Park in der Nähe der Schule zu haben und so konnten wir häufig etwas draußen machen. In einer der ersten Stunden fertigten wir Vogelfutteranhänger an, die eher mit Körnern gespickten Fettklößchen glichen, als den ursprünglich geplanten, wohlgeformten und filigranen Anhängern.  Solche AG-Einheiten sind relativ aufwendig in der Planung und im Material. Und schnell grüßte Lektion Nummer 1: Plan A ist da, um einen Plan B zu haben.  Perfektionismus hat sich hinten anzustellen und Improvisationstalent ist ganz vorne mit dabei. Nachdem ich dies verinnerlicht hatte, stieg die Zufriedenheitsskala stetig an. Am wichtigsten war mir, dass ich mit den Kindern auf Augenhöhe bin. Und so war es.

Das gesamte Jahr haben wir unglaublich viel geschafft. Wir haben Igelüberwinterungshütten und Vogelfutterhäuschen gebaut, hatten Besuch von Hund Aaron bei der Hunde-Stunde und sogar von Fledermäusen, lernten viel über die Wildtiere in der Stadt, bastelten Blättertiere, schlüpften in Mitmachtheaterstücken in die Rolle der Tiere und erneuerten Frosch-Abdeckungen an Schächten neben der Schule und noch viel mehr…

Im gesamten Jahr fiel mir eines besonders auf: Die Themen spielten weniger eine Rolle, als dass sich eine generelle Sensibilität entwickelte, auf die ich besonders stolz bin. Das Thema Müll hatten wir, wenn überhaupt, nur angeschnitten und in einer AG-Einheit im Park fingen die Kinder plötzlich an, fassungslos über die Achtlosigkeit der Menschen, den Müll zu sammeln. Und so ging Plan A wieder fliegen und Plan B hieß dann Müll-Sammel-Wettkampf.

Die Resonanz der Kinder nach diesem Jahr hätte schöner nicht sein können. Leider werde ich die dortige AG nicht weiterführen, da auch andere Kinder an anderen Schulen in den Startlöchern stehen und das Projekt „TiNa macht Schule“ mehr Aufmerksamkeit nötig hat.

Bestürzt und traurig sprachen die Kinder mir ein Lob aus, wie toll die TiNa-AG doch sei und so abwechslungsreich und sie würden es am liebsten bis zur weiterführenden Schule machen…

Ziemlich gerührt und voller Stolz auf die mir ans Herz gewachsenen Nachwuchstierschützer plane ich gerade die letzte AG-Einheit. Plan A ist ein vegetarisches Picknick. Mal sehen…

 

Von Natascha Karvang

Natascha Karvang
Tierschutzlehrerin

 

 

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05.07.2018: Summer in the City!

Sommer pur, gute Laune, Freude am Aufenthalt draußen, es ist wunderschön. Man kann sich fast schon darauf verlassen, dass unser Wetter  überwiegend gut bleibt und den Urlaub in Deutschland planen. Das war nicht immer so. Bei aller Freude muss man sich aber bewusst machen, dass es natürlich auch ein Teil der Erderwärmung/Klimawandel sein kann, der  uns in späteren Jahren noch genug Probleme bereiten wird. Soweit sind wir aber noch nicht, trotzdem bitte die Natur und die Tiere in unserer Stadt nicht vergessen. Die Vögel müssen weiterhin gefüttert werden, brauchen aber auch Wasser. Deshalb darf in keinem Garten und auf keinem Balkon eine Wassertränke fehlen. Katzensicher angebracht, bitte flache Schalen, damit auch kein Jungvogel ertrinkt. Selbst Bienen müssen trinken, für sie muss man ins flache Gefäß Murmeln oder Ziersteine ausbringen, damit auch hier nichts passiert. Auf dem Boden tut es eins Schüssel für Igel, Eichhörnchen u.s.w. Auch unsere Straßenbäume haben Durst. Sie versorgen uns mit wertvollem Sauerstoff, geben Schatten und verbessern unsere Luft. Also auch hier ist es nicht zu viel verlangt, vielleicht abwechselnd mit den Nachbarn, hin und wieder einen Eimer Wasser zu spendieren.

Sie haben es in der Hand, viel mehr, als Sie denken. Sehen Sie sich selbst als Paten, übernehmen Sie gern eine kleine Verantwortung. Es kommt als Freude zu Ihnen zurück.

von Monika Piasetzky

 

 

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28.06.2018: Das Fleisch der Zukunft

Viele von uns beschäftigt die Tierproduktion mit all ihren Leiden und dem frühen Tod der Tiere. Hinzu kommen weitere Punkte, wie z.B. die Belastung unseres Trinkwassers durch Gülle und die Meldungen zu Tierseuchen und antibiotikaresistente Keime.

Dass wir nicht in dm Umfang weiter Fleisch konsumieren können, wie bisher, ist uns allen bewusst.

Nun wollen wir Produkte, die den uns bekannten Leckereien möglichst ähneln, dabei aber wesentlich tier- und umweltfreundlicher sind, ohne teurer oder schwer erhältlich zu sein.

Die meisten Supermärkte, Bioläden und Reformhäuser bieten schon eine breite Palette an pflanzlichen Fleisch- und Wurstprodukten an. Basis für Würstchen, Schnitzel und Co. sind Hülsenfrüchte, Getreide oder Gemüse.

Viele Menschen finden darunter befriedigende Alternativen oder machen ihre Wurst einfach mittels Gluten, Gewürzen und Bratschlauch einfach selbst.

Für einige Menschen sind diese Produkte aber nicht echt genug. Etwas an Geruch, Konsistenz oder Geschmack fehlt ihnen. Darum haben Unternehmen größere Summen für die Entwicklung bereitgestellt. Statt in Forschung nach Rindern mit geringerem Methanausstoß, Einstreu mit verringernder Ammonikaemmissionen oder neuen Methoden der Fekelkastration zu investieren, wird nun innovativ gearbeitet.

Mit Hilfe veränderter Hefezellen werden z.B. Eiklar, Milch oder das Hämeisen produziert, das Fleischprodukten den typischen Geruch gibt und selbst einen pflanzlichen Burger bluten lässt.

Ebenfalls mit großen Schritten geht es beim Laborfleisch voran. Einem gesunden Tier wird dazu etwas Muskelgewebe entnommen und davon ausgehend auf Nährmedien Muskelfleisch gezüchtet. Mit der Methode würde in Zukunft kein Tier mehr zur Fleischproduktion geschlachtet, aber es könnte echtes Fleisch mit all seinen Fasern, Gerüchen und Geschmack konsumiert werden. Zu Anfang unerschwinglich teuer, sinkt der Preis für das sg Laborfleisch kontinuierlich. Neben der Tatsache, dass keine Tiere mehr dafür geschlachtet werden, ist dieses Fleisch auch in Bezug auf Krankheiten, Medikamente oder Futtergifte sicherer als das aktuelle Fleisch.

Bleibt abzuwarten, welches Fleisch sich durchsetzen wird. Abhängen wird es wohl von der Erhältlichkeit, dem Preis, aber auch stark von den Gewohnheiten in Bezug auf Geschmack, Konsistenz und Zubereitung. Immerhin essen wir heute anders als unsere Großeltern und die Generation unserer Enkel wird anders essen, als wir. Gute Gründe die Alternativen zu testen, gibt es jedenfalls viele.

von Hella Camargo

 

 

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21.06.2018: Qualzucht-Schlimmer geht immer!

Ein Tierheim verursacht Kosten. Hohe Kosten. Personal muss bereitgestellt werden, Futter bestellt werden, die Gehege und festen Bauten instand gehalten werden. Das alles läppert sich über das Jahr gesehen, ist aber mehr oder weniger planbar und vorhersehbar. Ein immer größer werdender Posten, der für uns aber immer weniger vorhersehbar ist, sind die Kosten für die tierärztliche Versorgung der vielen Hunde, Katzen und Kleintiere, die gefunden, von ihren Besitzern abgegeben oder behördlich sichergestellt werden.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt wie das Thema Qualzucht hierzu passt. Lassen Sie es mich Ihnen erklären. Gerade die sogenannten Moderassen werden in einer Art und Weise sowie einem Ausmaß für den Markt produziert, den man sich nicht vorstellen kann. Getreu dem Motto „Geiz ist geil“ werden kranke, ja missgebildete, Katzen und insbesondere Hunde vermehrt, die dann über Kleinanzeigen und Co billig verscherbelt werden. Abgesehen von den psychischen Leiden, die diese Tiere aufgrund ihrer Aufzucht aufweisen, sind sie oftmals auch physisch schlicht und ergreifend kaputt.

Viele Ottonormalverbraucher, die vor dem Erwerb eines Elektrogeräts akribisch googeln, kaufen ein Tier, ohne einmal zu hinterfragen, welches Leid sie da eigentlich unterstützen. Brachykephale Hunde, wie Bulldogge oder Mops stehen ganz hoch auf der Liste der gewünschten Hunderassen. Dass diese Tiere kaum Luft bekommen und durch Deformationen von Wirbelkörpern (sog. Keilwirbel) in ihrer Bewegung schwer beeinträchtigt sind, wird schlichtweg ignoriert. Die Liste ließe sich problemlos weiterführen. Schäferhunde, die mehr einem Frosch als einem Hund ähneln, taube und/oder blinde Australien Shepards mit Gen-Defekt, aber auch genauso Katzen, wie Maine Coon oder British Kurzhaar, die oftmals unter der erblich bedingten Hypertrophen Cardiomyopathie (HCM), einer Herzerkrankung, leiden.

Immer und immer wieder landen diese Tiere bei uns im Tierheim. Nicht nur, dass wir fassungslos die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, nein selbstverständlich versuchen wir zu retten, was zu retten ist. Da stehen Untersuchungen und Operationen an, deren Kosten schnell in die Tausende gehen, will man dem, oftmals noch jungen Tier, Lebensqualität geben und ein möglichst schmerzfreies Dasein ermöglichen.

Dass der Gesetzgeber hier tätig werden muss, steht außer Frage. Ist es aber nicht viel besser, wenn diese vermeintlichen Züchter nicht mehr durch Käufer unterstützt werden? Zugunsten all der Tiere, die dann gar nicht geboren werden müssen?! Ein unrealistisches Ziel? Vielleicht! Aber eigentlich ein erfüllbarer Wunsch!

Von Katrin Haas

 

Katrin Haas
Assistentin der Geschäftsleitung

 

 

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13.06.2018: Hund + Auto + Sonne: eine gefährliche Kombination

Man kann es leider gar nicht oft genug sagen: bei Sonnenschein - oder auch nur warmen Temperaturen mit bedecktem Himmel – niemals den Hund im Auto warten lassen.

Ob Sie ein oder mehrere Fenster einen Spalt weit offenlassen ist dabei unerheblich: es macht praktisch keinen Unterschied zu einem völlig geschlossenen Wagen. (Einzige Alternative: wenn der Hund in einer luftigen Gitterbox sitzt, ausreichend zu Trinken hat und Sie den Kofferraumdeckel komplett geöffnet haben.)

Ist für eine gewisse Zeit die normale Körpertemperatur eines Hundes (38-39 Grad) um nur 2 Grad (!) überschritten, kommt es unweigerlich zu einem Hitzschlag, der schnell tödlich endet. Das ist bei nur 20 Grad Außentemperatur bereits nach rd. einer halben Stunde, bei 26 Grad schon nach etwa einer Viertelstunde und bei Temperaturen von 30 Grad und mehr schon nach nur 5 Minuten (!)  der Fall.

Und steht das Auto gar in der Sonne, erhöht sich die Innentemperatur noch schneller: in etwa 10 Minuten um jeweils rd. 7 Grad. 

Haben Sie es jemals geschafft Ihre Einkäufe in weniger als einer Viertelstunde zu erledigen? Oder kennen Sie das auch: je eiliger man es hat, desto länger ist die Schlange an der Kasse, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Rechenrolle gerade leer ist oder klemmt, die Person vor einem die Pin-Nummer der EC-Karte vergessen hat, oder etwas umtauschen will, oder …

Wie schnell sind da 15 Minuten um -  Zeit, die Ihren Hund vielleicht schon das Leben kostet oder ihm dauerhafte Organschäden zufügt.

Dann parken Sie eben im Schatten? Das ist zwar besser als in der prallen Sonne aber dennoch keine gute Idee: wir haben ja von Außentemperatur gesprochen – also ganz egal ob Schatten oder bewölkter Himmel. Und Sie sollten auch daran denken, dass die Sonne wandert. Ein Auto, das jetzt noch im Schatten unter einem Baum geparkt wird kann schon kurze Zeit später in praller Sonne stehen.

Was also tun?

  • Lassen Sie Ihren Hund zu Hause auf Sie warten.
  • Wenn das nicht geht, kühlen Sie das Auto vorher mit der Klimaanlage so weit wie möglich herunter, stellen dem Hund einen Napf mit Wasser in den Kofferraum und feuchten auch sein Fell an (Verdunstungskälte) oder
  • nehmen Sie jemanden mit, der während Ihres Einkaufs (oder was immer Sie erledigen müssen) mit Ihrem Hund im Schatten, außerhalb des Autos, auf Sie wartet.
  • Wenn Sie Autobahnfahrten vor sich haben, nehmen Sie immer reichlich Wasser für den Hund mit, dunkeln Sie die Scheiben ab, und achten Sie darauf, wie es ihrem Hund im Kofferraum geht, insbesondere bei Stau.

Und wenn es schon zu spät ist?

  • Bringen Sie den Hund sofort ins Kühle, benetzen sein Fell und die Pfoten mit kaltem (nicht eiskaltem!) Wasser, legen nach Möglichkeit ein feuchtes Handtuch über ihn und geben ihm vorsichtig kühles Wasser zu trinken.
  • Bringen Sie ihn dann umgehend zum Tierarzt.

Polizei und Feuerwehr sind übrigens berechtigt, die Scheiben an Ihrem Wagen einzuschlagen um Ihren Hund zu retten. Die Kosten tragen Sie und werden außerdem ein Strafverfahren wegen Tierquälerei bekommen.

Dass man bei sommerlichen Temperaturen auch kein Kind im Auto warten lässt müssen wir hier nicht extra erwähnen, oder?

von Winnie Bürger

Winnie Bürger
Mitglied des Vorstands

 

 

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07.06.2018: Der Unterschied zwischen einem Waschbecken und einem Hund

Montag, der erste Tag nach meinem Urlaub. Nicht zum ersten Mal klingelt das Telefon. Der Herr berichtet mir von den Problemen, die sein Sohn mit einem Hund hat. Diesen hat der Sohn aus dem Ausland mitgebracht und leider klappt nicht alles wie gewünscht. Eine Hundeschule soll es nun richten. Nach seiner Beschreibung empfehle ich zwei Trainerinnen, die sich die Situation am besten einmal vor Ort anschauen sollten. Beide kenne ich persönlich und weiß, dass sie nicht nur fachlich top sind, sondern auch preislich absolut im Rahmen liegen. Schon da erhalte ich wenig Verständnis, vermutet man doch (zurecht) eine Menge Arbeit, die man sich ja am liebsten nicht machen möchte.

Mittwoch wieder ruft  mich der Herr an um mir, wie er sagt ein Feedback zu geben… Er sei erschüttert, dass er bzw. sein Sohn die Arbeit, sprich das Training übernehmen soll. Er erklärt mir, dass wenn er als Kunde einen Handwerker bestellen würde (der ja sowieso auch sehr viel preiswerter wäre), er als Kunde ja auch nicht bezahlen würde und dann die Arbeit machen muss. Ich denke, okay, interessante Sichtweise und bemühe mich ihm den Unterschied zwischen einem anzubringenden Waschbecken und einem Lebewesen zu erklären und dass die Familie und nicht der Trainer ja tagtäglich mit dem Hund leben wolle. Nicht nur, dass  diese Sicht der Dinge leider nicht zum Anrufer durchdringt, nein, es wird schimpfend einfach aufgelegt.

Immer mehr bekomme ich das Gefühl, das viele viele Menschen, die sich ein Tier anschaffen davon ausgehen, dass dies ähnlich ist wie der Kauf eines Toasters. Auspacken, Stecker an den Strom- funktioniert. Ein Lebewesen mit einer Vorgeschichte, neu in einer fremden Umgebung mit Menschen, deren Sprache es nicht spricht und versteht soll genauso funktionieren. Ich würde mir wünschen, dass Menschen, die eine solche Anspruchshaltung haben sich überhaupt kein Tier anschaffen und sich einmal überlegen, wie es wäre, alleine in einem fremden Land zu sein, wo man sich nicht auskennt und nicht mit den Menschen kommunizieren kann.

Katrin Haas
Assistentin der Geschäftsleitung

 

 

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30.05.2018: Sicherheit für Katzen – auch auf Balkon und Terrasse

Sonne, warme Luft, Blüten überall, da heißt es nur noch: Raus und das Wetter genießen.
Damit sind wir nicht allein. Auch viele unserer Stubentiger würden zu gern durch warme Gräser streifen, die Krallen an Bäumen wetzen und Vögel jagen. Aus den verschiedensten Gründen, wie z. B. Alter, Krankheit oder auch den Schutz vor den Gefahren der Umgebung, müssen Millionen Katzen in Wohnungen und Häusern bleiben. Aber auch diesen Tieren kann man spannende Aussichten und frischen Wind um die Nase ermöglichen.

Ab auf den Balkon, was soll schon passieren?

Leider haben Katzen keine Ersatzleben, sodass ein gekipptes Fenster, ein ungesicherter Balkon oder ein Ausflug aus dem Garten für die Tiere sogar tödlich sein können. Versucht sich eine Katze durch ein gekipptes Fenster zu quetschen, kann sie steckenbleiben und im Spalt tiefer rutschen. Organe und Wirbelsäule werden verletzt und das Abenteuer endet mit dem Tod. Auch vor Abstürzen von Balkongeländern, Dächern und Terrassenmauern sind Katzen leider nicht gefeit. Obwohl Experten im Balancieren, passiert auch ihnen mal ein Fehltritt. Mit fatalen Folgen. Auch der Trip aus dem Garten auf die nächste Bundesstraße ist alles andere als Gesundheitsförderlich.

Was tun, um der Katze das Gefühl von Freiheit zu bieten?

Wer keinen Garten, Terrasse oder Balkon hat, kann Fenster katzensicher machen und den Stubentigern die Möglichkeit geben, durch das geöffnete Fenster die Umgebung zu beobachten. Es gibt gar Erkersysteme, welche nutzbaren Platz für die Katze erhöhen. Um wirklich Schutz zu bieten, werden die verschiedenen Systeme an der Hauswand befestigt. Mit der Hausverwaltung muss abgeklärt werden, welche Systeme verwendet werden dürfen. Immerhin muss teilweise auch Isolierung durchbohrt werden. Ein einfach ins Fenster eingestecktes Fliegengitter reicht nicht. Da die Katzen womöglich dagegen springen, können sie die Bespannung zerfetzen oder das ganze Konstrukt aus dem Rahmen drücken und abstürzen.
Die Schutzsysteme werden heute schon von professionellen Unternehmen angeboten und angebracht.

Ähnlich sieht es bei Dachterrassen und Balkonen aus. Auch hier sollte beachtet werden, dass Katzen sich nicht durch offene Spalten quetschen, die Bespannung zerreißen oder sich durch hängenbleiben verletzen können. Wichtig ist auch, darauf zu achten, dass andere Tiere, wie z. B. Vögel sich nicht darin verheddern und sterben können.
Beim Balkon muss bedacht werden, dass Katzen prima springen und klettern und eine halbe Sicherung als Herausforderung zur Überwindung verstehen.

Dachterrassen und auch Gärten müssen entweder wie eine Voliere auch von oben abgedeckt sein, oder einen nicht zu überwindenden, hohen und weit nach innen gebogenen (am besten doppelt) Zaun haben.

Und wenn doch einmal etwas passiert?

Auch Katzen sollten gechipt und registriert sein, sodass entlaufene Tiere zugeordnet werden können. Eingeklemmte oder abgestürzte Katzen sollten tierärztlich untersucht werden, um Organschäden auszuschließen.

Wir hoffen, dass es dieses Jahr weniger Unfälle gibt und Mensch wie Katze Sonne und Aussicht genießen können.

von Hella Camargo

 

 

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24.05.2018: Wenn Vogelkinder flügge werden….

Momentan erreichen uns täglich mehrfach Anrufe von ratlosen Bürgern, die scheinbar verlassene, noch nicht flugfähige Vogelküken gefunden haben. Zurzeit verlassen die sogenannten Ästlinge die Vogelnester, da sie dort von den Elterntieren nicht mehr gefüttert werden. Sofort fliegen können sie nicht, da sie einige Zeit brauchen um die Muskulatur in den Flügeln zu kräftigen. Sie werden aber noch von den Elterntieren gefüttert.

Wenn Sie einen solchen Jungvogel finden lassen Sie ihn bitte vor Ort. Er wird versorgt. Sollte das Tier an einer viel befahrenen Straße sitzen, bringen Sie es bitte zu einem Gebüsch o.ä, welches sich ruhig im Umkreis von ca. 50 m befinden kann. Sie können das Tier anfassen, der Geruchssinn ist bei Vögeln nur sehr wenig ausgeprägt und die Eltern werden den Jungvogel trotzdem weiter versorgen.

Anders verhält es sich bei Vogelküken, die  in der Stadt oder am Straßenrand ohne Gebüsch und Sträucher in unmittelbarer Umgebung gefunden werden oder aber auch noch komplett nackt und unbefiedert sind. Diese sollte man dann selbstverständlich dem Tierheim oder aber direkt der  Vogelaufzuchtstation in Düsseldorf Gerresheim übergeben. Dort werden die Tiere dann bis zur endgültigen Auswilderung  aufgepäppelt und versorgt.

Sollten auch Sie so ein Vogelküken gefunden haben und benötigen Hilfe oder haben Fragen, dann wenden Sie sich bitte an unsere Experten im Tierheim. 

Von Katrin Haas

Katrin Haas
Assistentin der Geschäftsleitung

 

 

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17.05.2018: Mein Freund der Baum….

Jeder Mensch, wirklich jeder, hat schon mal gehört, dass Bäume unser Leben verbessern. Durch ihre diversen Eigenschaften, die da wären: ein Zuhause für Vögel, damit auch für die Insekten. Sie produzieren Sauerstoff und binden CO2. Sie spenden Schatten und sorgen im Sommer für Temperaturausgleich. Sie leben und sind einfach schön, werden von den Menschen geliebt.

Düsseldorf hat viele Tausend bei dem Sturm Ela verloren. Es war eine Katastrophe! Bis heute sind alle, das heißt, die Stadtverwaltung, Privatleute und auch Vereine bemüht, den Verlust auszugleichen. Um den Zustand vor Ela wieder zu erlangen wird es aber noch Jahre dauern.

Und jetzt das!!!!  Wegen eines OPEN AIR Konzertes sollen mehr als 100, über 40 Jahre alte Bäume einfach ihr Leben lassen. Welch ein Irrsinn! Welch ein Albtraum!

Die Stadt Düsseldorf ist bekannt für Spaß, Lebensfreude, rheinischen Frohsinn und feiern, was das Zeug hält. Einverstanden, das macht uns Rheinländer aus.

Mittlerweile gibt es aber „das Event“. Der macht das Feiern zum lohnenden Geschäft.

Auch in Ordnung. Aber nur solange keine Grenzen überschritten werden.  Dies aber soll jetzt geschehen. Mit der Fällung von mehr als hundert gesunden Bäumen für ein Konzert (ARENA und ISS DOME stehen leer) geht man entschieden zu weit. Unanständig weit.

Wer auch immer sich hier profilieren und Geld verdienen will, er schadet der Stadt gründlich.

Und damit auch uns Bürgern. Wie war das noch gleich mit den Abgaswerten? Mit der Umwelt? Mit dem Vogel- und Insektensterben? Geht uns das alles nichts an? Gilt das in Düsseldorf nicht?

Liebe Stadtverwaltung, du machst uns vor aller Welt lächerlich.

Düsseldorf steht schon jetzt hauptsächlich für Schicki-Micki, mehr nicht.

Bitte nochmal genau nachdenken, vielleicht hilft es doch noch.

von Monika Piasetzky

 

 

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09.05.2018: Todesfalle Kippfenster

Kippfenster-Syndrom:

Bezeichnung für die typischen Verletzungen, die die Katzen, beim Versuch durch ein Kippfenster nach Draußen zu gelangen, erleiden.

Immer wieder verunglücken Katzen, bei dem Versuch durch ein auf „ Kippe“ gestelltes Fenster nach Draußen zu gelangen. Einige ersticken qualvoll, weil sie mit dem Kopf stecken bleiben, andere erleiden erhebliche Verletzungen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Hier kommt es zu massiven Quetschungen der Nerven und inneren Organe. Diese Verletzungen sind oft so schwerwiegend, dass die Katze sofort von ihrem Leid erlöst werden muss. In einigen Fällen, ist die Katze durch die Quetschung der Nerven ab der Lendenwirbelsäule gelähmt. Hier kann in manchen Fällen durch eine langwierige, und sehr aufwändige Behandlung durch den Tierarzt, die Katze wieder geheilt werden. Dies ist aber für die Katze mit erheblichen Schmerzen und langem Leiden verbunden. Auch ist lange nicht sicher, ob sie sich wieder vollständig erholen wird. Für den Tierhalter bedeutet es viel Zeitaufwand und hohe Tierarztkosten.

Vermeiden sie einen solchen Unfall schon im Vorfeld, durch die Sicherung ihrer Fenster!!! Im Fachhandel erhalten sie für wenig Geld, unterschiedliche Gitter zur Sicherung ihrer Fenster. Sie sind leicht und ohne großen Aufwand zu montieren. Nach der Montage ist es möglich, die Fenster auf „ Kippe“ zu stellen, ohne Gefahr für die Katze. Sie ersparen sich und ihrer Katze eine schreckliche Erfahrung. Im Internet können sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten der Sicherung im Vorfeld informieren, und die für sie geeignete aussuchen.

Sichern sie ihre Fenster zum Schutz ihrer Katze!!!!

von Birgit Ohrem

Birgit Ohrem
Katzenhaus

 

 

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03.05.2018: Insektensterben – Was können wir tun?



Täglich erreichen uns Nachrichten zum Insektensterben und der Bedrohung ganzer Arten. Von Insekten über Vögel, bis hin zum Nashorn droht das Aussterben an allen Ecken und Enden.
Die Ursachen für das Insektensterben sind vielfältig. Verlust des Lebensraumes, Verringerung des Nahrungsangebotes und der Einsatz von Giften sind die Wichtigsten. Die Politik reagierte jetzt mit dem Verbot von drei Insektiziden aus der Gruppe der Neonicotinoide.

Neonicotinoide wirken sich auf die Nervenzellen von Insekten aus, sodass diese Reize nicht mehr korrekt weiterleiten können. Ein Verbot von zumindest drei dieser Produkte erscheint erst einmal als sehr sinnvoll. Zumal sie sich ja nicht nur auf die damit vergifteten Insekten auswirken, sondern auch auf Vögel und andere Tiere, die die Insekten als Nahrung benötigen.
Das Problem jedoch ist, dass wir zum Einen noch keine Alternativen haben und zum Anderen die weiteren Probleme nicht gelöst werden.

Da wir alle satt werden wollen und eine solidarische Landwirtschaft (Landwirte erhalten auch bei Ernteausfällen Geld) noch ferne Utopie ist, sind Erzeuger derzeit auf die Verwendung diverser Gifte gegen sg Unkräuter, Pilze, Insekten usw. angewiesen. Fallen nun Mittel weg, ist keine wirkliche Alternative vorhanden, werden andere Gifte, womöglich der selben Gruppe, verwendet. Das Ergebnis ist ähnlich.

Ein weiteres Problem ist, dass wir glauben, mit einem Verbot von diversen Produkten oder Produktgruppen das Insektensterben stoppen zu können. Jedoch macht nicht nur Gift den Tieren zu schaffen, sondern auch der Verlust von Lebensräumen durch Wohnungs- und Straßenbau, neue Industriegebiete und die veränderte Gartenmode weg von blühenden Gewächsen, hin zu vermeintlich weniger Arbeitsintensiven gepflasterten oder mit Steinen ausgelegten Flächen.
Diese Flächen können vielen Insekten (und anderen Tieren) keine Verstecke und keine Nahrung mehr bieten.

Es liegt also auch an uns, direkt etwas zu tun. Selbst wer keinen Garten hat, kann im Kleinen auf Balkon oder Fensterbank eine Mini-Oase für Tiere entstehen lassen.
Im Großen können wir uns für eine andere Form von Bebauung und Landwirtschaft einsetzen, die ein Miteinander statt Gegeneinander fördert. Hier finden Sie Tipps:

Bitte anklicken

von Hella Camargo

Katrin Haas

 

 

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26.04.2018 Was kommt als nächstes?

Manchmal sitze ich einfach nur da und schüttle den Kopf. Ich möchte eigentlich nicht auf den               "Früher war alles besser" Zug aufspringen aber die Nachricht, dass jetzt sogar Kirschbäumen gedroht wird zieht mich zum Bahnhof der Vergangenheit.

In der Bonner Altstadt zeigt die Natur wie schön sie ist. Die Kirschen stehen in voller Blüte und buhlen um die fleißigen Bienen. Der Mensch erfreut sich in an diesem Zeichen des Frühlings. Die Familie wird gepackt und nach Bonn gekarrt um diesem Naturschauspiel beizuwohnen. Da die Blüte nicht ewig dauert, füllt sich der Ort natürlich.

Einige mögen diesen Zustand der Touristenschwemme nicht. Es wird sich mal wieder empört. Das der Mensch Freude empfindet scheint vielen so auf den Keks zu gehen, so dass die unschuldigen Kirschen nun einen Drohbrief erhielten. Wenn nicht diesem Spektakeltourismus Einhalt geboten wird werden die Bäume leiden. 7000 Nägel sollen dann in die Stämme geschlagen werden. Ich dachte erst es sei der 1. April. Aber dem ist nicht so.

Empörung ist ja bekanntlich gesellschaftsfähig geworden. Egal ob der Nachbar eine quietschende Tür hat, der Fremde im Land ein Handy besitzt, bei Facebook jemand fragt ob der DM am Hauptbahnhof sonntags geöffnet hat oder der Hund ein Stück Vollmilch Schokolade klaut, es wird sich aufgeregt. Morddrohungen sind dabei nicht ausgeschlossen.

Hysterisch wird mit Worten und Taten gedroht nur damit das eigene Befinden in den Mittelpunkt gestellt wird. Wie kommt es, dass Androhungen von Straftaten in der Gesellschaft Usus wurden? Ich muss was verpasst haben oder doch noch im Früher leben. Wie kommt man auf so eine Idee, Bäumen zu drohen? Auf der einen Seite bekommen wir eingetrichtert, dass man weg vom Computer soll. Macht der Mensch es, ist es zu viel.

Es kann der frömmste nicht in Frieden leben wenn es dem Nachbarn nicht gefällt. Ob Udo Jürgens mit seinem Titel die heutigen Dimensionen meint, glaube ich eher nicht.

Ich versuche mal dieser Wut entgegen zu wirken. Ich freue mich für die Bonner Gastronomie und den Geschäftsleuten. Ihr Dasein ist auch den Kirschbäumen zu verdanken. Frühling kann Amazon und Co Gott sei Dank nicht liefern.

von Simone Kuhleber

Simone Kuhleber
Tierschutzinspektorin

 

 

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19.04.2018: Und weg damit!

Tiere aussetzen - Mit gutem Grund verboten

Wer ein Tier adoptiert, aufnimmt oder kauft, übernimmt damit auch die Verantwortung für ein Leben. Und dabei geht es nicht nur darum, einen dekorativen Gegenstand zu haben oder das Gefühl zu befriedigen, gebraucht zu werden, sondern auch darum, die Bedürfnisse des tieres so weit möglich zu befriedigen. Dies umfasst Ernährung, lebenswerte Umgebung, Tierarztbesuche und vieles mehr.

Immer wieder versterben Exoten, weil sie nicht das benötigte warme und feuchte Klima bekamen, Hunde werden kaum oder gar nicht herausgelassen, Vögel werden nicht beim Tierarzt vorgestellt usw. Und allen Mahnungen und den vielen engagierten Tierschutzvereinen und Tierheimen zum Trotz, werden auch immer wieder Tiere einfach entsorgt oder ausgesetzt, wenn sie zu viel Zeit oder Geld kosten.

 

Heimtiere, die nur die Versorgung durch den Menschen kennen, dürfen nicht einfach ausgesetzt und ihrem traurigen Schicksal überlassen werden. Das Aussetzen von Tieren ist aus gutem Grund sogar durch § 3.3 des Tierschutzgesetzes verboten (https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__3.html).

 Wie viele ausgesetzte Tieren verhungern, verdursten, erfrieren, überfahren werden oder ein ähnlich grausames Schicksal erleiden, mag man sich kaum vorstellen.

Vor der Aufnahme von Tieren, sollte man sich ausgiebig über die Bedürfnisse der Tiere, Kosten- und Zeitaufwand erkundigen. Sollte man sich überschätzt haben, muss man aber auch die Konsequenzen tragen und sich Hilfe vom Tierschutz holen oder die Tiere ins Tierheim bringen.

Ein aktuelles Beispiel dazu ist die Rettung zweier Schweine, die im Wald ausgesetzt wurden (http://www.tierheim-duesseldorf.de/aktuelles/items/schwein-gehabt-1376.html). Wären sie nicht gerettet worden, sie wären elendig  im Wald verhungert.

von Hella Camargo

 




Katrin Haas

 

 

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12.04.2018: Haie-Ungeheuer der Meere???

 

Werden Menschen gefragt, wie sie zu Haien stehen, reagieren die meisten mit Angst und Ablehnung. Spätestens seit dem Spielfilm „Der weiße Hai“ ist das Image der Haie zerstört. Furcht vor den Ungeheuern der Meere, die plötzlich aus der Tiefe angreifen könnten. Angst vor messerscharfen Zähnen, die sich in das Fleisch bohren. Kalte, schwarze Augen in einem fremden Element. Das Element eines Monsters. Und niemand schützt Monster…

Ungeheuer wichtig

Seit etwa 400 Millionen Jahren existieren Haie in allen Meeren der Welt. An der Spitze der Nahrungskette reguliert der Hai das Ökosystem Meer. Als Top-Prädator jagt er kranke Fische und frisst kleinere Raubfische. Dadurch werden die Populationen der kleineren Raubfische kontrolliert, die wiederum kleine Fischarten fressen. Gäbe es zu viele kleine Raubfische, sinkt die Anzahl pflanzenfressender Fische. Und damit hätten Algen freie Bahn. Korallen würden überwuchert und ganze Riffe würden absterben. Die dramatischen Folgen für das Meer machen auch vor dem Menschen nicht Halt. Ein Beispiel: Rochen gehören zu den Beutetieren großer Haiarten. Da diese zunehmend fehlen, nehmen Rochenpopulationen stark zu. Viele Rochen ernähren sich von Muscheln. Und der Mensch liebt Jacobsmuscheln und Austern. Die Muschelfischerei hat tatsächlich enorme Einbußen zu beklagen. Und mit den Muscheln verschwinden natürliche Filtrierer der Ozeane…

„Wenn die Haie sterben, stirbt das Meer. Wenn das Meer stirbt, werden wir folgen!“ sagte schon Haiforscher Andrew Cobbs. Und das tun sie. Sie sterben. Jährlich fallen 73 Millionen Haie der Fischerei zum Opfer. Im Gegensatz dazu sterben 4 Menschen im Jahr durch einen Hai-Unfall. Defekte Toaster töten 791 Menschen! So viel dazu…

Haie schützen also nachhaltig Korallenriffe und halten die marine Biodiversität und damit unsere Weltmeere im Gleichgewicht. Ich halte sie für enorm schützenswert!

Nicht zuletzt, weil ich diesen „Monstern“ selbst in ihre schwarzen Augen sehen konnte. Sie haben nichts von einer blutrünstigen Maschine. Im Gegenteil. Fast scheu,  vorsichtig und erstaunlich ruhig schwamm eine Weißhai-Dame in Südafrika an mir vorbei. Faszinierende Wesen in einem fremden Element. Ungeheuer wichtig.

 von Natascha Karvang

Natascha Karvang
Tierschutzlehrerin

 

 

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05.04.2018: Menschlich oder tierisch?

Wie „menschlich“ ist eigentlich der Mensch? Und was verstehen wir darunter? Menschlichkeit – das ist Güte, Mitgefühl, Erbarmen, Hilfsbereitschaft. Das ist der Wunsch, Leiden zu lindern, Schmerzen zu beenden, anderen ein gutes, würdevolles Leben zu ermöglichen.

„Tierisch“ dagegen ist das Nachgeben von niederen Instinkten, Gier, Begehrlichkeit, Grausamkeit und Rücksichtslosigkeit, den Gefühlen und Leiden anderer gegenüber.

Aber ist es nicht tatsächlich so, dass Tiere ebenso viel Menschliches haben, wie Menschen Tierisches?

Die Vogelmutter, die mutig den Bussard attackiert um ihre Brut zu schützen. Leicht damit abgetan, das sei der Instinkt, die Fortpflanzung zu gewährleisten. Aber ist es das wirklich nur?

Kühe geben nur Milch, wenn sie Kälber haben. Deshalb lässt man die Kühe besamen, sie gebären ihr Kalb, geben Milch – und das männliche Kalb (das natürlich nie selbst Milch geben wird) wird ihnen nach ein paar Tagen weggenommen, weil die Muttermilch ja für die Bedürfnisse von Menschen gebraucht wird und das Kalb (das deshalb in die Mast kommt) für Kalbfleisch. Der Moment, in dem das Kalb seiner Mutter weggenommen und in den Transporter verladen wird ist an Grausamkeit schwer zu überbieten. Beide schreien vor Seelenschmerz, und so manche Kuh schaffte es schon, sich loszureißen und hinter dem Wagen mit ihrem Kind her zu laufen bis sie vor Erschöpfung zusammenbrach. Das ist kein Instinkt, das ist Mutterliebe! Instinkt wäre, höchstens so lange zu laufen, wie es ihr selbst dabei gut geht.

Oder der Straßenhund, der seinen verletzten Gefährten tagelang wärmt und dabei selbst immer magerer wird, weil er ihm nicht mal zur Futtersuche von der Seite weichen will. Er hat keinen Nutzen davon, schadet sich im Gegenteil sogar freiwillig selbst.

Es gibt tausend Beispiele, in denen Tiere „menschlich“ handeln

Und dann schauen wir die Menschen an. Den Bauern, der es fertigbringt, der Kuh ihr Kälbchen wegzunehmen (und dem Kälbchen die Mutter). Den Schlachter, der einem vor Panik schreienden Schwein das Bolzenschussgerät an den Kopf setzt und es dann mit Haken aufhängt – auch wenn es noch gar nicht richtig betäubt ist, weil er für sorgsame Arbeit keine Zeit hat. Der Gast im Nobel¬restaurant, der sich den Hummer schmecken lässt, der für ihn lebendig in kochendes Wasser geworfen wurde, wo er endlos lange Minuten unvorstellbare Schmerzen erleidet, bevor er stirbt. Den Dompteur, der sich als mutiger Held fühlt, wenn er einen durch Angst gefügig gemachten Tiger bändigt, und das Publikum, das diesem Tierleid begeistert applaudiert. Der enttäuschte Jäger, der seinen alternden Hund im Wald an einen Baum bindet und dort verdursten lässt nur, weil er nicht mehr dem Wild hinterherjagen kann. Der wütende Mann, der aus Ärger über seine Freundin ihre Katze tritt…

Es gibt tausend Beispiele, in denen Menschen „tierisch“ handeln

Was gibt ihnen das Recht dazu? Beide, Mensch wie Tier, sind fühlende Lebewesen. Sie fühlen körperlichen und seelischen Schmerz, haben Glücksgefühle und hängen am Leben. Wer hat bestimmt, dass der Mensch mehr wert ist als das Tier?

Ob man nun gläubig ist oder nicht, den Worten, die Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si“ schreibt kann jeder „menschliche“ Mensch nur zustimmen: „Wenn andererseits das Herz wirklich offen ist für eine universale Gemeinschaft, dann ist nichts und niemand aus dieser Geschwisterlich¬keit ausgeschlossen. Folglich ist es auch wahr, dass die Gleichgültigkeit oder die Grausamkeit gegenüber den anderen Geschöpfen dieser Welt sich letztlich immer irgendwie auf die Weise übertragen, wie wir die anderen Menschen behandeln. Das Herz ist nur eines, und die gleiche Erbärmlichkeit, die dazu führt, ein Tier zu misshandeln, zeigt sich unverzüglich auch in der Beziehung zu anderen Menschen. Jegliche Grausamkeit gegenüber irgendeinem Geschöpf widerspricht der Würde des Menschen.“

Wir sollten endlich menschlicher sein – vor allem auch zu den Tieren.

Von Winnie Bürger

Katrin Haas
Mitglied des Vorstands

 

 

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22.03.2018: Mastkaninchen-Ein Osterfest?

Mastkaninchen

Die älteren von uns erinnern sich noch an Zeiten, in denen in den Gärten und Hinterhöfen der Nachbarschaft noch Taubenschläge und Kaninchenställe standen. Diese Tierhaltung war Hobby und Versorgung gleichzeitig. Einige erinnern sich womöglich auch noch an die vielen Kindertränen, wenn ein Kaninchenstall leer war, aber der Kaninchen-Braten auf den Tisch kam.
Kaninchen und Taube sind seltener geworden in den Gärten der Umgebung. Und wer heute noch Kaninchenfleisch isst, kauft es eher im größeren Supermarkt. Zu Ostern dreht sich leider auch auf der Tafel wieder einiges um Lamm- und Kaninchenfleisch.

Woher kommen die Kaninchen, wenn nicht aus Gärten?

Die genaue Anzahl der jährlich in Deutschland gehaltenen und geschlachteten Mastkaninchen ist nicht zu benennen, weil sie, im Gegensatz zu Schwein und Rind, nicht erfasst wird (https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/schlachtzahlen-2017). Da in Deutschland auch importierte Kaninchen, z. B. aus China gehandelt werden, lässt auch die verkaufte Menge keine Rückschlüsse zu. Geschätzt jedoch werden in Deutschland, besonders zu Ostern, 30 Mio. Kaninchen verzehrt (https://www.welt.de/wirtschaft/article127117544/Kommt-Kaninchenfleisch-kuenftig-nur-noch-aus-China.html).
Mastkaninchen werden zumeist in Käfigen gehalten, seltener in Bodenhaltung und in Ausnahmen in Freilandhaltung. Wie die alten Käfige für „Legehennen“, werden auch die Kaninchen mit ihren empfindlichen Pfoten auf Drahtböden über Schächten mit ihren eigenen Exkrementen gehalten.
Neben der Enge in den Käfigen, können die Tiere auch arteigene Verhaltensweisen wie Graben oder Buddeln nicht ausleben http://www.gesetze-im-internet.de/tierschnutztv/BJNR275800001.html#BJNR275800001BJNG000602310).

Was mit den Tieren auf dem Weg zur Schlachtung und bei der Schlachtung passiert, erspare ich allen jetzt.

Wen streicheln, wen essen?

Bei Kaninchen kommen wir immer wieder in die besondere Zwickmühle. Das strahlende Nachbarskind ist absolut vernarrt in seine Kaninchen und pflückt bei uns den Löwenzahn. Und im Supermarkt gibt es fertig ausgenommene Kaninchen für wenig mehr als fünf Euro.
Während für die meisten von uns ganz klar ist, dass wir ge- und beliebte Heimtiere wie Hund und Katze nicht essen, während wir bei den anonymen Rindern und Schweinen kein Individuum mit dem Stück Fleisch am Teller verbinden, machen es uns die Kaninchen die Sache schwer.
Heimtier und darum Speisetabu? Oder Nutztier und somit ein Produkt?

Österliche Alternativen

Zum Glück gibt es zahlreiche Alternativen, die Mastanlage, Tiertransport und Schlachthof direkt ausschließen. Osteranregungen finden sich gerade im Internet (http://www.blueberryvegan.com/de/erdbeer-cupcakes-mit-weisser-schokolade/) zahlreich, sodass die ganze Familie wohlversorgt von Nussbraten über Champagnertorte bis Frühstücksknoten den Kaninchen beim Hoppeln zusehen kann.

von Hella Camargo

Katrin Haas

 

 

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22.03.2018: Kampfhund ist keine Rasse!

Sagen Sie auch „Kampfhund“ wenn Sie einen Hund meinen, der auf einer der deutschen Rasselisten steht? Kampfhund ist aber keine Rasse! Hundekämpfe sind verboten und kommen nur noch in kriminellem Milieu vor – wie auch Autodiebstahl, Raub etc. Seit Einführung der Rasselisten wurden immer mal wieder Rassen auf die Liste gesetzt oder von ihr wieder gestrichen. Bundesländer wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen haben die Listen inzwischen wieder abgeschafft, weil engagierte Politiker dort sich die Mühe gemacht haben, die unzähligen wissenschaftlichen Untersuchungen wahrzunehmen, die klar belegen, dass Gefährlichkeit bei Hunden nicht angeboren ist. Kein Hund kommt gefährlich auf die Welt! Wenn er gefährlich wird, so sind fehlerhafte Erziehung und Sozialisierung oder traumatische Erfahrungen der Grund dafür. Bedingungen also, die in der Regel vom Halter ausgehen.

Trotzdem tragen die Rasselisten und die damit verbundenen Auflagen die unglaublichsten Blüten.

Haben Sie z.B. von Jagger gehört, dem Mini-Bullterrier, dessen Besitzer mit ihm vor drei Jahren nach Düsseldorf gezogen sind? Jagger kam als Welpe zu dem Polizistenpaar und ist in den vergangenen zehn Jahren mehrfach mit ihnen innerhalb NRWs umgezogen. Immer ohne Probleme, denn Mini-Bullis stehen nicht auf der Rasseliste – im Gegensatz zu ihrer großen Variante Bullterrier. Als die Besitzer nun Jagger ordnungsgemäß in Düsseldorf zur Steuer anmeldeten wurden sie zur Rassebestimmung zum Amtsveterinär bestellt, der Jagger als Bullterrier einstufte. Er ist nämlich 6,5 cm größer als es ein Mini-Bulli laut Definition sein darf. Die Familie wies die vom VDH Zuchtverband ausgestellte Ahnentafel vor und ließ darüber hinaus eine Gen-Bestimmung durchführen. Aber obwohl beides Jagger ganz klar als Mini-Bulli nachwies, bleibt das Amt dabei, er sei durch seine Größe ein regulärer Bullterrier und somit ein Listenhund.

Das Problem für die Familie ist nicht, dass die Steuer für Listenhunde um ein Vielfaches teurer ist.  Das Problem ist auch nicht die Verpflichtung, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen oder Führungszeugnis, Sachkunde­nachweis und eine Vermieterbescheinigung über die Erlaubnis der Haltung beizubringen. Das Problem ist auch nicht, dass man als Listenhundebesitzer mit vielen Anfeindungen, Vorurteilen und dummen Bemerkungen leben muss. Das Problem ist, dass man den Besitzern ihren Hund wegnehmen kann ohne Ihnen die Chance zu geben, die für einen Listenhund erforderlichen Auflagen nachzuholen und ihren Hund zurück zu bekommen.

Stellen Sie sich vor: sie haben zehn Jahre lang einen freundlichen, unauffälligen Hund, der nachweislich einer Rasse angehört die nicht auf der Liste steht. Dann stellt jemand fest, dass dieser Hund 6,5 cm (das ist etwas mehr als eine Streichholzschachtel) größer ist als normal und – schwupps – ist, trotz aller Nachweise, aus dem „normalen“ Hund ein „Kampfhund“ geworden, der vom Amt eingezogen werden kann und seine letzten Jahre mit schlechtesten Vermittlungschancen im Tierheim verbringen muss.

Ebenso unglaublich: wenn ich in Rheinland-Pfalz wohne und mit meinem Rottweiler beim Spaziergang die Grenze nach NRW überschreite ist er plötzlich ein gefährlicher Listenhund. Wenn ich mit meinem American Staffordshire Terrier Urlaub in Niedersachsen mache, darf er dort frei laufen und braucht auch keinen Maulkorb zu tragen. Möchte ich mich aber ein paar Stunden in dem in Niedersachsen gelegenen Bremen aufhalten ist mein Staffordshire ein gefährlicher Listenhund mit Maulkorb- und Leinenpflicht. Ein paar Meter Landesgrenze entscheiden also darüber, ob mein Hund gefährlich ist oder nicht. Kann irgendein klar denkender Mensch das verstehen?

Ich hoffe für Jaggers Familie, dass sie ihren freundlichen Hund, den ihr kleines Kind so liebt, behalten dürfen. Und ich hoffe, dass neben den o.g. drei Bundesländern auch die anderen irgendwann ihren Verstand einsetzen und die Rasselisten abschaffen. Zumal die Beißstatistik, wie mir sogar schriftlich vom zuständigen Ministerium NRW bestätigt wurde, auf falschen Zahlen beruht und die sogenannten Listenhunde gar nicht beißwütiger als einige andere Rassen sind. Deshalb: sachkundige Halter sind die weitaus bessere Lösung zur Gefahrenprävention als unsinnige Rasselisten.

Von Winnie Bürger

Katrin Haas
Mitglied des Vorstands

 

 

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15.03.2018: Produktkennzeichnung: Kommt nach den Eiern das Fleisch?

Mittlerweile wissen die meisten von uns, was es mit der Kennzeichnung von Schaleneiern auf sich hat. Wenn wir im Lebensmittelhandel eine Eier-Packung öffnen, finden wir Eier vor, die einen Stempel tragen. Die erste Zahl bezieht sich auf die Form, in der die Hennen, von denen die Eier stammen, gehalten wurden. Kaufen wir Eier-Nudeln, eihaltige Backwaren oder bestellen ein Gericht im Restaurant, sieht das meist ganz anders aus. Infos zur Haltung der Hennen? Fehlanzeige. Blicken wir ins Ausland, sehen wir dort schon Fortschritte bei einer freiwilligen Kennzeichnung der Unternehmen, aber auch einen größeren Willen, zur Kennzeichnungpflicht.
In Bezug auf Fleisch- und Fleischprodukte stehen wir noch ganz am Anfang, doch fordert jetzt auch unsere Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz eine Kennzeichnung nach Haltungsform.

Wie sieht die Kennzeichnung von Eiern aus?

Ganze Eier, also Schaleneier, werden mit den Kennzeichen null bis drei versehen. Null steht dabei für die biologische Haltung, eins für die Freilandhaltung, zwei für die Bodenhaltung und drei für die Käfighaltung. Auch wenn der „alte“ Käfig in Deutschland abgeschafft wurde, befinden sich noch „neue“ Käfige, Kleingruppen- oder Volierenhaltung genannt, in Betrieb. Die Eier jedoch werden selten als Schaleneier verkauft, da diese im Handel abgelehnt werden.
In verarbeiteten Produkten im Lebensmittelhandel und der Gastronomie jedoch werden sie, ebenso wie importierte Käfigeier, immer noch verwendet.
Selbst wer das Sontagsei mit der Null kauft, isst womöglich zu Mittag in der Kantine und beim Kuchen die eigentlich abgelehnten Käfigeier.

Wie machen das unsere Nachbarn in Österreich und der Schweiz?

In der Schweiz gibt es keinerlei Käfighaltung mehr. Die Problematik der Einfuhr von Käfigeiern jedoch besteht ebenso wie in Österreich und Deutschland.
Bei der Kennzeichnung von Produkten sind unsere Nachbarn jedoch schon weiter. Wer Käfigeier in Nudel, Fertiggericht oder Keks verwendet, druckt das nicht aufs Produkt. Umso auffälliger darum die Positivkennzeichnung auf Produkten und in der Gastronomie. Weit häufiger als in Deutschland findet sich auf der Speisekarte oder der Verpackung ein Hinweis zur Verwendung von Freiland- oder Bodenhaltungseiern.
Entsprechend hoch ist dort auch der Wunsch nach einer verpflichtenden Kennzeichnung von Produkten und Speisen, um die aus Tierschutzgründen abgelehnten Käfigeiern nicht doch „heimlich“ auf den Teller zu bekommen.

Was können wir tun?

Wir können natürlich Produkte mit Eiern meiden. Und wir können immer wieder nachfragen, welche Nudeln denn in der Pasta, Kuchen, Lasagne und Co. verarbeitet wurden.
Auch können wir an Unternehmen und Politik herantragen, dass uns eine Deklaration und damit in Konsequenz ein Rückgang der Verwendung von Käfigeiern wichtig ist.

Die Zukunft – Eine Kennzeichnung aller Tierprodukte?

Etwa 13 Jahre ist die Kennzeichnung von Schaleneiern nun schon verpflichtend. Es hat sich gezeigt, dass die Kennzeichnung auch einen Wandel im Konsum bewirkt hat. Im Handel sind kaum noch Eier mit dem 3er-Stempel zu finden, weil Menschen die grausame Käfighaltung von Legehennen ablehnen.
Und nun kommt endlich wieder Bewegung in die Frage der Haltungskennzeichnung. Ministerin Schulze Föcking kündigte an, nun auch die Haltung von Schweinen auf den Fleisch-Verpackungen kennzeichnen zu wollen. Dies könnte eine neue Ausrichtung in Bezug auf die Schweinehaltung bedeuten. Bleibt zu hoffen, dass die Richtlinien zur Schweinehaltung wesentlich stärker an den Bedürfnissen der Tiere orientiert sein werden und die Deklaration so deutlich sein wird, wie bei Eiern. Wünschenswert wäre auch, dass nicht nur das Fleisch der Kennzeichnung bedarf, sondern auch verarbeitete Produkte.
Wir verfolgen den Prozess weiterhin interessiert.

von Hella Camargo

Katrin Haas

 

 

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08.03.2018: Die rollende Qual

Hin und wieder fahren wir an einem vorbei. Strecken sich rosa Näschen zwischen den Gittern heraus, rühren sie uns bisweilen zu Tränen. Gemeint sind Tiertransporte. Gestresste Tiere auf dem Weg vom Geburts- zum Mastort oder sogar auf dem Weg in den Schlachthof.  Obwohl Tierzucht- und Mastanlagen, sowie Schlachthöfe mittlerweile weit außerhalb der Städte angesiedelt sind, um die empfindsamen Augen und Ohren der Verbraucher zu schonen, sehen wir immer wieder Tiertransporte. Diese Transporte sind ein weiterer Leidenspunkt im Leben eines „Nutztieres“ und bedeutet zumeist auch das qualvolle Ende eines kurzen, freudlosen Lebens. 

Warum gibt es überhaupt noch Tiertransporte, obwohl es Kühltransporter gibt?

Tiertransporte gibt es, weil Zucht- und Mastanlagen oft nicht direkt beieinander liegen. Daher ist ein Transport von beispielsweise Küken oder Ferkeln nötig. Aber auch geschlachtet wird selten vor Ort. Immerhin müssen zahlreiche Hygieneregeln eingehalten werden und die Ausstattung für eine gesetzeskonforme Tötung vorhanden sein. Ausnahme davon ist die Notschlachtung von Tieren, die z. B. so stark verletzt sind, dass sie nicht zum Schlachthof gebracht werden können. Transporte lebender Tiere gibt es zudem auch ins Ausland. Die Nachfrage nach profitversprechenden Zuchtrindern ist beispielsweise da und wird befriedigt. Ebenso sieht es mit den Transporten in Länder mit geringeren Mastkosten aus. Tatsächlich werden Jungtiere in andere Länder verbracht, um sie dort günstig füttern und aufziehen zu lassen.

Gibt es Regeln für Tiertransporte und werden diese kontrolliert?

Neben einer Verordnung zum Schlachten, gibt es auch eine zu EU-Tiertransport-Verordnung, an die sich Deutschland halten muss. Die Tiertransport-Verordnung gilt für alle Tiertransporte. Auch für Tierschützer, die ein Dutzend Hunde aus dem Ausland retten und in Deutschland vermitteln möchten. Die EU-Tiertransport-Verordnung  soll den Schutz der Tiere beim Transport gewährleisten. Sie umfasst die Transportdauer, die Transportarten (Straße, Schiene oder auch per Luft- oder Wasserweg), die Nachweise, die ein Transportunternehmen zu erbringen hat, um Tiere transportieren zu dürfen usw. Innerhalb Deutschland dürfen die durchgehenden Transporte bis zu acht Stunden dauern. Ins Ausland können die Transporte theoretisch ewig dauern, solang Pausen eingehalten werden. Kontrolliert werden Tiertransporte sowohl von der Polizei als auch von Amtstierärzten. Die Polizei wiegt z. B. die Fahrzeuge und prüft so auf Überladung, kontrolliert die Fahrtenschreiber und ähnliches. Amtstierärzte machen teilweise Schwerpunktkontrollen, bei denen sie, in Zusammenarbeit mit der Polizei, Fahrzeuge herauswinken und Tränken, Belüftung und dergleichen kontrollieren.   Während es aktuelle Statistiken zu so gut wie allem gibt, ist es kaum möglich aktuelle Daten zum Bereich Tiertransporte zu finden. Also beispielsweise: Wie viel Prozent aller Transporte wurden im Jahre 2017 kontrolliert? Wie viele Transporte wiesen Mängel auf? Was waren die Konsequenzen daraus? Ohne diese Daten ist es natürlich für die Tierschutzverbände kaum möglich zu erkennen, ob geltende Bestimmungen eingehalten werden, bzw. wo neue Gesetze und Verordnungen nötig sind.

Was bedeuten Tiertransporte für die Tiere?

Schlagzeilen machen immer wieder verunfallte Tiertransporte, bei denen uns die Fotos toter Tiere auf der Fahrbahn verfolgen und wir uns wünschen, dass ein paar es geschafft haben, der Schlachtung zu entkommen und bei tierfreundlichen Menschen unterzuschlüpfen. Doch auch wenn ein Transport mit funktionierender Tränke und Belüftung, nicht überladen und eingestreut auf der Straße unterwegs ist, bedeutet dieser Transport für die betroffenen Tiere Stress und Leid. Die meisten der Tiere haben bisher kaum einmal den Himmel gesehen, kennen nur dämmrige Ställe und z. B. die Tiere aus der eigenen Bucht. Fremde Umgebung, fremde Artgenossen, Transportgeräusche, enge und ähnliches belasten die Tiere.  Geflügel wird sogar in Kisten gepfercht, um auf die letzte Reise zu gehen. Gebrochene Knochen sind da keine Seltenheit.

Was können wir tun?

Zunächst einmal ist es nötig, das System nicht direkt zu finanzieren. Das klappt nur, wenn wir keine Tierprodukte kaufen und somit Zucht, Mast, Transport und Schlachtung für uns einstellen. Hinzu kommt natürlich noch weiteres Engagement, welches die Produktion fürs Ausland erschwert. Darum ist es nützlich Organisationen wie Animals Angels und Animals International zu unterstützen und auch die Politiker für das Thema zu sensibilisieren.

von Hella Camargo

Katrin Haas

 

 

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01.03.2018: Ist es mittlerweile normal?

Donnerstagmorgen, eine kurze Meldung in der Zeitung. Hündin in Saarbrücken ausgesetzt. Ausgesetzt, das gab es in den letzten 25 Jahren, die ich beim Tierschutzverein arbeite, schon immer. Am Tierheim angebunden, zurückgelassen an einem Parkplatz oder einer Autobahnraststätte, oder auch abgegeben im Tierheim, mit den Worten, den habe ich gestern gefunden, er hört am besten auf den Namen Struppi, kinderlieb und stubenrein ist er auch. Da war dann klar, es ist der eigene Hund, den man nicht mehr haben wollte.

Ganz selten, gab es auch mal richtig schlimme Geschichten, von totkranken Tieren, die zum Sterben vor dem Tierheim regelrecht abgeladen wurden. Einzelfälle, jeder für sich schlimm genug, aber gott sei Dank nicht an der Tagesordnung.

Seit geraumer Zeit aber, merke ich, dass die Menschen immer perfider werden, wozu auch die Meldung von heute passt. Die abgemagerte Hündin wurde nicht einfach ausgesetzt. Nein, man hat sie weggeworfen! In den Müll, bei -10° Grad, mitten in der Nacht! In einen geschlossen Müllcontainer! Abfall, das ist es, was das Hundemädchen für das Es, anders mag ich ihren Peiniger nicht nennen, war, als sie entsorgt wurde. Wie widerlich, abstoßend und ekelhaft muss man charakterlich sein, um so etwas zu tun. Ein Einzelfall? Nein, leider nicht und es spiegelt die Verrohung unserer Gesellschafft wieder, getreu dem Motto „Schlimmer geht immer“! Die nächste Meldung dieser Art wird nicht lange auf sich warten lassen und ich habe große Sorge, in welche Richtung die Menschen unterwegs sind!

von Katrin Haas

 

PS: Sunny, wie die Hündin genannt wurde, befindet sich noch in einer Tierklinik, aber sie wird es schaffen

Katrin Haas
Assistentin der Geschäftsleitung

 

 

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22.02.2018 Jedem seine eigenen Haut

Ich freue mich auf den Frühling. Das tun die meisten Leute, aber ich habe noch einen Grund mehr, als nur Sonne und Wärme. Ich muss mir nicht mehr täglich diese erbärmlichen Pelzkragen anschauen, die für Otto Normalverbraucher anscheinend ein MUST HAVE sind. Ungeachtet der inzwischen allgemein bekannten Tatsachen, dass jährlich Millionen von Tieren diesem Irrsinn zum Opfer fallen. Bei Männern sieht es ohnehin ein bisschen albern aus. Frauen, die hübsch und schick sind, brauchen keinen Pelz, bei den anderen hilft es eh nicht. Trotzdem baumeln sie auf gefühlt jeder dritten Jacke.

In China werden jährlich Millionen Marderhunde gezüchtet. Das sind freundliche und brave Gesellen. Sie haben das Pech, ein wunderschönes, dichtes und kostbar aussehendes Fell zu besitzen.

Irgendwann, nach einem kurzen, elenden Leben beginnt die „Ernte.“

Sie werden dann mit Knüppeln erschlagen und viele, die noch nicht tot sind, werden bei lebendigem Leib gehäutet. 

Wollen Sie Mitschuld an solcher Barbarei tragen?

Nicht immer nur reden, einfach mal denken. Es ist Zeit zu handeln. Keinen Pelz mehr kaufen. Ist ganz einfach und spricht für Ihre Intelligenz und Ihr Verantwortungsbewusstsein.

Und bitte nicht bis zum nächsten Herbst wieder vergessen.

Wie gesagt, ich freue mich auf den Frühling…..

Monika Piasetzky

 

 

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15.02.2018 Die unwichtige Gurke

Die EU reglementiert gerne ihre Mitgliedsländer. Das macht in mancher Hinsicht Sinn. Was die in Brüssel aber nicht auf die Kette bekommen, ist der gemeinsame Tierschutz. In Dänemark wird ein Hundebesitzer enteignet. Gehört der Hund bestimmter Rassen an wird dieser eingezogen und getötet. Da ist es auch egal ob man dort nur Urlaub macht. Die gesamten osteuropäischen Länder jagen und töten herrenlose Hunde. Haltungsbedingungen sind eh egal. Kettehaltung, quälen, verhungern lassen, ist in den Staaten normal. Sogar des Deutschen liebstes Urlaubsland Spanien, tritt Tierschutz mit Füßen. Hunde in Tierheimen werden getötet. Das ist aber noch nicht alles. Jedes Jahr im Januar endet die Jagdsaison. Der fleißige Jagdbegleiter Galgo hat ausgedient. Da werden diese Hunde an Bäumen aufgehängt, ausgesetzt oder erschlagen. Einfach so. Dieses sind nur einige Beispiele. Es würden 3 Seiten nicht ausreichen, um alles aufzuzählen.

In Brüssel wird weggeschaut. Da sitzen die Anzugträger lieber am Tisch und zermartern sich ihre studierten Politiker-Hirne wie man die Salatgurke korrekt EU normen kann und die Farbe von Pommes ist auch nicht unwichtig. Krumme Gurken und braune Pommes könnten ja die Gesundheit gefährden. Und während Glyphosat weiter auf den Feldern ausgebracht werden darf, interessiert sich keiner in Brüssel was mit den Tieren passiert. Eine Gurke bekommen sie für alle hin aber für den Rest muss getagt und abgestimmt werden. So eine Absurdität kann sich noch nicht mal ein Bestseller Autor ausdenken. Ihr Anzugträger legt euch mal lieber für wichtige Dinge, in der EU, krumm. Krumme Gurken schmecken nämlich genauso wie genormte!

 

Simone Kuhleber

Simone Kuhleber
Tierschutzinspektorin

 

 

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08.02.2018 Unter Strom-Elektrofischerei polarisiert

Die Scholle gehört zu den Plattfischen. Als nachtaktiver Raubfisch gräbt sie sich tagsüber im Meeresboden ein, um sich vor ihren Fressfeinden zu schützen. Doch der Scholle nutzen ihre Anpassungen an ein gefährliches Leben im Meer gar nichts. Denn es gibt einen größeren Räuber: Menschen, bewaffnet mit Grundschleppnetzen. In der konventionellen Fischerei werden sie eingesetzt, pflügen mehrere Zentimeter Meeresboden um und ziehen sämtliche Bodenbewohner samt Bodenbewuchs hinein. Übrig bleiben Wüsten.

Umweltschützer kritisieren diesen enormen Eingriff in das Ökosystem seit langem. Doch eine andere Methode sorgt nun für Gesprächsstoff: Das Elektrofischen. Hier erzeugen Netze über dem Meeresboden ein elektrisches Feld, was Plattfische und Krabben aufscheucht und ins Netz treibt. Vergleichsweise schonend! Bis dato war die Elektrofischerei nur mit Ausnahmegenehmigung möglich. Die EU-Kommission wollte dies nun ändern und die Einschränkungen aufheben. Sogar Umweltschutzorganisationen, wie der WWF, sehen in der Elektrofischerei Vorteile. Weniger Beifang, geringere Schäden am Meeresboden und weniger Dieselverbrauch, da die Netze leichter  sind. Greenpeace dagegen warnt. Vor allem vor der gesteigerten Fangmenge. Und da sind sich die Umweltschutzorganisationen einig. Mit Elektronetzen ausgestattete Nordseefischer sind  in der Lage, dem Meer die fünffache Menge an Krabben zu entwenden, verglichen mit der konventionellen Methode! Nicht nur da liegt das Problem.

Auch nicht abschätzbare Schäden am Meeresboden und der Tod unzähliger, wichtiger Kleinstlebewesen sind die Folgen. China nahm nur 5 Jahre, nachdem Teile des chinesischen Meeres für die Elektrofischerei freigegeben wurden, die Zulassung zurück. Wegen massiver Überfischung! Das EU-Parlament stimmte am 16. Januar ab und sprach sich für ein EU-weites Verbot des Elektrofischens aus. Nun wird der Rat der EU-Staaten und das EU-Parlament einen Kompromiss finden müssen. Ein Kompromiss zwischen Profitgier, Leistungssteigerung, Umweltschutz und der Zukunft der ohnehin fast leer gefischten Meere.

Da stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt einen Kompromiss gibt? Eine Wahl zwischen Pest und Cholera? Denn wenn wir unseren, ohnehin ungesunden, Fischkonsum nicht massiv minimieren, gibt es bald gar keine Entscheidungsgrundlage mehr. Ob mit Grundschleppnetzen oder elektrischen Schlägen, die Teller bleiben leer.

von Natascha Karvang

Simone Kuhleber

 

 

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01.02.2018 Liebe Autoindustrie und Lobbyisten

Ihr denkt, ihr seid unantastbar. Das Auto, des deutschen liebstes Kind. Ihr tut alles, damit wir eure Produkte lieben.

Gleichzeitig jongliert ihr mit Milliarden. Zahlt euch Abfindungen ob verdient oder nicht verdient spielt keine Rolle. Ihr seid neben den Pharmakonzernen die Größten. Tritt man euch auf eure Designer Schlips droht ihr mit Entlassungen derer, die für euch ackern. Ihr versucht Verbrauchszahlen zu schönigen. Konsequenzen für Verantwortliche, wenn alles raus kommt, Fehlanzeige. Jeder von euch hebt die Hände und weiß von nichts. Ihr lasst pro forma Köpfe rollen. Aber natürlich wieder mit Abfindungen wovon eure Fließband Arbeiter nie wieder arbeiten gehen müssten. Aus dem Skandal habt ihr nichts gelernt, im Gegenteil ihr macht weiter. Hauptsache ihr bleibt sauber. Dafür müssen Affen eure Abgase ertragen. Gut sie durften Comics schauen. Das macht einen unnützen Tierversuch natürlich milder. ( Ironie) Ach und dann kommen noch ein Paar Menschen dazu. Einen kleinen Betrag für diejenigen die Abgase einatmen, damit sie Morgen wieder Brot auf dem Tisch haben. Und alles nur damit ihr die Guten seid.

Lernt einfach mal Konsequenzen zu tragen, ohne mit Gegenkonsequenzen zu drohen. Das Geld, was ihr euch untereinander einverleibt solltet ihr eher mal in die Hand nehmen um wirklich zu forschen. Und nehmt endlich mal an einem Selbstreflektionskurs teil.

Simone Kuhleber

Simone Kuhleber
Tierschutzinspektorin

 

 

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25.01.2018 Ernsthaft Uni Duisburg?

Kennen Sie Graumulle? Wenn nicht, dann ist das jetzt eine Bildungslücke, die ich schließen kann. Graumulle leben in Afrika, südlich der Sahara unterirdisch in komplexen Tunnelsystemen. In Gruppen bis zu 40 Tieren, zeigen sie ein sehr ausgeprägtes Familienleben. Aufgrund ihrer Lebensweise, sind Körperanhänge wie Schwanz und Ohren, aber  auch die Augen stark zurückgebildet, weil sie schlichtweg nicht benötigt werden. Die Tunnelsysteme, die sie mit ihren kräftigen Schneidezähnen buddeln, können mehrere tausend Quadratmeter sein.  Alles in allem eine sehr interessante Tiergattung, die das große Pech hat, dass auch Forscher der Uni Duisburg dieser Meinung sind.

Dort werden nämlich vollkommen sinnfrei Graumulle gequält. Ihnen wird der Sehnerv durchtrennt und dann wird geguckt, wie die Tiere damit klar kommen. Wie die damit klarkommen? Ernsthaft jetzt? Es ist vollkommen sinnlos. Das weiß ich, auch ohne Forscher zu sein und dass man von Graumullen angeblich oder tatsächlich irgendetwas auf den Menschen ableiten könnte, kann mir auch keiner erzählen. Nicht nur mir nicht, sondern wirklich jedem, den ich auf das Thema angesprochen habe. Jeder fand den Gedanken an diesen Versuch einfach nur pervers und fragt sich, wie auch ich, was dieser Schwachsinn soll.

Wie kann es sein, dass überhaupt darüber nachgedacht wird solche widerlichen Versuche in Deutschland zu erlauben, geschweige denn, dass sie tatsächlich genehmigt werden. Ich verstehe es nicht…

Katrin Haas

 

 

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18.01.2018 Lasset uns töten!

Es sieht so aus, als käme sie wie gerufen, die afrikanische Schweinepest.

Die langweilige Schonzeit für Schwarzwild wird aufgehoben.

Jetzt haben die Jäger das Recht, nein die Pflicht, unsere hiesige Nahrung (die Zuchtschweine) vor dieser Krankheit zu schützen. Und los geht`s.

Was für ein Irrsinn!

Die Gefahr lauert auf Rastplätzen Richtung Osteuropa. Dort werden möglicherweise über infizierte Nahrungsmittel, deren Reste nicht entsorgt werden, sondern einfach liegen bleiben, die angelockten Wildschweine, die dann gerne zugreifen, zu Krankheitsüberträgern. So die Darstellung.

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, diese Plätze konsequent sauber zu halten und zu sichern. Würde sehr helfen, ist aber für die Jäger fatal. Das geht natürlich nicht, denn ein bisschen Spaß muss sein!

Darüber hinaus töten wir natürlich auch ohne mit der Wimper zu zucken tausende der Zuchtschweine, wenn in ihrem umliegenden Bezirk auch nur ein infiziertes Wildschwein gefunden wird. Das Schlimmste kommt aber noch. Namhafte Wissenschaftler erklären in den Medien: das hilft alles nichts, die Schweinepest kommt. Wir Menschen selbst sind die Überträger. Es ist alles purer Aktionismus! Aber die armen Wildschweine werden verfolgt, wie die Hexen im Mittelalter.

 

Wie gehen wir eigentlich mit dem Leben um? Sollten wir uns nicht mal fragen was mit uns los ist. Haben wir jedes Maß verloren? Könnten wir uns mal bitte weiter entwickeln???

Tiere um die ganze Welt schippern, Globalisierung, billiges Fleisch für alle.....

Das geht nicht gut. Das kommt uns teuer zu stehen. Das ist so unanständig, wie gefährlich.

Die afrikanische Schweinepest ist für uns Menschen nicht gefährlich.

Aber die Verantwortung für die Tiermassaker tragen  wir, sonst Niemand.

Ihre

Monika Piasetzky

 

 

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11.01.18 Das neue Jugendtierschutzzentrum!

Der 9. Januar 2018 war ein bedeutender Tag für den Tierschutzverein. Die alte Schäferei in Düsseldorf Hellerhof wurde dem Verein übereignet. Dort entsteht mit der Hilfe der ehemaligen Eigentümerin ein Tierschutzhof, der gleichzeitig als] Begegnungsstätte für Düsseldorfer Schulkinder und sogenannten „Nutztieren“ geplant ist.

Das alles im Rahmen unseres Projektes TiNa,  das heißt „Tier- und Naturschutz im Unterricht“.

Das Jugendtierschutzprogramm ist ein neuer, wichtiger Bestandteil des  Bildungsangebotes, welches der Tierschutzverein den Schulen in unserer Stadt anbietet.

Es dient dazu, den Tierschutz in den Unterricht zu bringen. Damit die Kinder und Jugendlichen ein gutes und durch Kenntnisse fundiertes Verhältnis zu Tier-Natur und Umwelt erlernen.

Diese Themen werden immer stärker  von der Gesellschaft gefordert und müssen professionell behandelt werden.

Der Anfang ist gemacht. Wir krempeln die Ärmel hoch und stellen uns der Aufgabe. In zeitlichen Abständen berichten wir an dieser Stelle über die Fortschritte.

Sie dürfen gespannt bleiben.

Herzlichst

Ihre

Monika Piasetzky

 

 

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04.01.18 Mitteilungen über unsere Homepage 2018

Liebe Besucher dieser Seite,

für das Interesse an unserer Website bedanke ich mich bei Ihnen sehr herzlich. Im Jahr 2017 haben insgesamt 393.552 mal Besucher diesen Weg zu uns beschritten. Das ist ein großer Erfolg.

Wir werden dieses Medium weiterhin nutzen um über unseren Tierschutz im Tierheim und überhaupt in unserer Stadt zu berichten. Außerdem, wie bisher, die neuesten Informationen, die wir zum Thema Tierschutz haben an Sie weitergeben.

Für mich selbst und auch für einige meine Mitstreiter plane ich in Zukunft, wöchentlich an dieser Stelle kritische Anmerkungen zu machen, zu allem was im Umgang mit den Tieren nicht in Ordnung ist. Ich fürchte, uns gehen die Themen nicht aus.

Obwohl mich das Leid der Tiere in jedem Augenblick meines Lebens begleitet, gehöre ich nicht zu denen, die dafür alle Mitmenschen hassen. Nein, dafür habe ich schon zu viele wunderbare Menschen kennen und schätzen gelernt. Es gibt sie, die mit dem großen Herzen, dem Mitgefühl und der Liebe zum Tier. Dafür bin ich dankbar.

Es ist mir ein ernstes Anliegen, Sie für die Sorgen und Nöte der Tiere aufzurütteln und Ihre Hilfe und Ihren Beistand zu erbitten, ja einzufordern.

Ich verspreche dafür, selbst alles in meiner Macht stehende zu tun, möglichst viel Not zu lindern.

Lassen Sie uns zusammen Alarm schlagen, wann immer es notwendig ist.

Ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr 2018.

Herzlichst

Ihre

Monika Piasetzky