Externe Pressemeldungen

Rettung der Versuchstiere aus LPT-Labor

Pressemeldung

 

21.02.2020

 

Rettung der Versuchstiere aus dem Hamburger LPT-Labor

 

Deutscher Tierschutzbund bietet Unterstützung bei Unterbringung der Tiere an

 

Der Deutsche Tierschutzbund hat die Entscheidung der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz ausdrücklich begrüßt, die Betriebserlaubnis für das Tierversuchslabor LPT (Laboratory of Pharmacology and Toxicology) am Standort Hamburg-Neugraben zu widerrufen. Jetzt bietet der Verband seine Unterstützung bei der Unterbringung der Versuchstiere an.

 

„Mit dem Entzug der Betriebserlaubnis kommt die Hamburger Behörde unserer Forderung nach und zieht die überfälligen Konsequenzen aus dem verantwortungslosen Handeln der Betreiber der LPT-Tierversuchslabore und den unhaltbaren Zuständen auch am Standort Neugraben“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Doch dabei dürfe es nicht bleiben, so Schröder: „Die Bundesregierung muss sich endlich das erklärte Ziel der EU zu Eigen machen und entschlossen darauf hinarbeiten, alle Tierversuche durch tierversuchsfreie Alternativmethoden zu ersetzen.“

 

Für die sichere und tierschutzgerechte Unterbringung der in Neugraben bislang gehaltenen knapp 1.000 Tiere – überwiegend Mäuse und Ratten – hat der Deutsche Tierschutzbund auch im Namen seiner Landesverbände, wie schon nach der Schließung des LPT-Standorts Mienenbüttel, seine Unterstützung angeboten. „Wir stehen mit den uns angeschlossenen Vereinen bereit, den kleinen Heimtieren aus dem LPT-Labor Neugraben eine tiergerechte Heimat zu geben“, sagt Schröder. Nach dem Widerruf der Betriebserlaubnis am 14. Februar 2020 hat das LPT drei Wochen Zeit, die Tiere an geeignete Dritte abzugeben. „Wir warnen das Labor ausdrücklich davor, die Tiere klammheimlich einzuschläfern oder zur Verfütterung an Zoologische Gärten abzugeben“, so Schröder abschließend. „Sich hier aus der Verantwortung zu ziehen und die Versuchstiere einfach zu entsorgen, wäre aus Tierschutzsicht absolut inakzeptabel. Das LPT schuldet den Tieren und der Öffentlichkeit, dass nun mit dem Tierschutz eine Lösung gesucht wird, die den Tieren ein Leben ohne weiteres Leid ermöglicht.“

Pressemeldung

19.02.2020

Anlässlich des Filmstarts von „Lassie“ am 20. Februar warnt der Deutsche Tierschutzbund vor der unüberlegten Anschaffung von Collies. Nicht sachkundige Spontankäufe bergen nicht nur die Gefahr, dass Tiere ein Leben lang unter schlechten Haltebedingungen leiden müssen. Es besteht auch das Risiko, dass die Tiere über kurz oder lang im Tierheim landen oder ausgesetzt werden, sollten sie die Erwartungen ihrer Halter nicht erfüllen. Bei Käufen über das Internet kommt erschwerend hinzu, dass „Lassie“-Fans leicht an kriminelle Welpenhändler geraten können.

„Bei Hunde-Filmen wie ‚Lassie‘ sind Zuschauer oft schockverliebt und es entsteht schnell ein Hype um die Rasse. Diese Chance auf ein schnelles Geschäft nutzen leider auch illegale Welpenhändler“, weiß Lisa Hoth, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Gerade auf Online-Plattformen wie ebay Kleinanzeigen scheint das neue Lieblingstier nur einen Mausklick entfernt. Unseriöse Verkäufer sind hier allerdings kaum zu erkennen. Viele kriminelle Händler tarnen sich mit normalen Züchterpreisen, andere bieten die Tiere zu Spottpreisen an, die Spontankäufe noch begünstigen. „Ich kann daher nur dringend davon abraten, Tiere über das Internet zu kaufen“, sagt Hoth. Die illegal gehandelten Hundewelpen stammen in der Regel aus grausamen Zuchtfabriken in Osteuropa, in denen die Muttertiere unter qualvollen Bedingungen als „Gebärmaschinen“ gehalten werden. Zu früh werden die Welpen von der Mutter getrennt, viele sind von den langen Transporten geschwächt und kaum überlebensfähig, wenn sie in Deutschland ankommen – auch weil wichtige Impfungen fehlen. Unwissende Tierliebhaber erleben nicht selten eine böse Überraschung, wenn der neue Hund plötzlich krank wird und die tierärztliche Behandlung unvorhergesehene Kosten verursacht.

Collies brauchen viel Beschäftigung

Bei Hypes um bestimmte Tierarten besteht auch immer die Gefahr, dass sich zukünftige Halter vorab zu wenig über die Bedürfnisse der Tiere informieren. „Hütehunde wie Langhaarcollie ‚Lassie‘ brauchen zum Beispiel viel Beschäftigung – dies ist vielen Interessenten leider nicht bewusst und führt bei unüberlegter Anschaffung schnell zu einer Überforderung“, erklärt Hoth. „Die Entscheidung für ein Tier sollte deshalb nie spontan, sondern immer nur ausreichend informiert fallen.“ Wer sicher ist, dass ein Hund oder auch eine bestimmte Rasse ins eigene Leben passt, dem empfiehlt der Deutsche Tierschutzbund als erstes einen Gang ins Tierheim, wo Rassetiere wie Mischlinge auf ein neues Zuhause warten. Fachkundige Tierheimmitarbeiter, die ihre Schützlinge genau kennen, stehen beratend zur Seite und können sicherstellen, dass Hund und Halter auch wirklich gut zusammenpassen.

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