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... und sie müssen rennen!

Henkelpreis der Diana

 

Pferde gehören zu den beliebtesten Tieren in Deutschland. Und so wird sich ein großer Teil der angeblichen Pferdefreunde am Sonntag auf der Grafenberger Rennbahn zum Galopprennen einfinden. Das Henkel-Rennen steht für Prominenz, hohe Preisgelder, schicke Hüte und rassige Rennpferde. Die Zuschauer werden im Schatten der Tribüne sitzen und dort den Nervenkitzel erleben, ob das Pferd, auf das sie gewettet haben, den Sieg erringt. Bei einem Rennen in praller Sonne, das dem Tier die maximal machbare Geschwindigkeit über Distanzen von bis zu 3000 m abverlangt.

Verantwortungsvolle Pferdeliebhaber empfehlen, bei Temperaturen über 20° das Reiten in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend zu verlegen, denn bereits diese für uns noch moderate Temperatur belastet den Organismus eines Pferdes. Galopp sollte dabei  komplett vermieden werden. Denn Pferde können ihren Körper nicht so gut wie der Mensch durch Schweiß abkühlen – ein Hitzschlag droht bereits nach viel kürzerer Zeit.

Leider ist das Fluchttier Pferd, das stets versucht, die Wünsche „seines“ Menschen zu erfüllen, ein sanftes Wesen. Es zeigt Schmerzen und Missempfindungen in der Regel erst dann, wenn es sich nicht mehr auf den Beinen halten kann. Fatal, denn diese Leidensfähigkeit macht es leicht, diese Tiere auszunutzen.

Sei es beim beliebten Event des CHIO in Aachen, wo Pferde zu abartigen Dressurverrenkungen genötigt werden, sei es in Urlaubsorten bei Kutschfahrten oder im Ponykarussell – oder eben beim angepriesenen Galopprennen.

Pferdeliebhaber? Tierfreunde? Mitnichten! Es geht hier um Preisgelder, das Renommee von Jockeys und Reitställen und nicht zuletzt die Produktwerbung von Sponsoren und Schirmherren.

Natürlich wird die Gesundheit dieser Rennpferde nicht leichtfertig auf’s Spiel gesetzt, aber nicht etwa, weil man sie liebt und gut behandeln möchte, sondern ausschließlich, weil es sehr teure Tiere sind, die sich bei Erfolg auch sehr teuer weiterverkaufen (oder zur Zucht verwenden) lassen. So werden auch die Veranstalter und Beteiligten dieses Rennen zweifellos hoffen, dass kein Tier dabei zu Schaden kommt. Aber die Gründe für ihre Sorge liegen im monetären Bereich und nicht im Tierschutz. Denn sonst hätte dieses Rennen abgesagt werden müssen, auch wenn es finanzielle Einbußen mit sich bringt.

Wünschen wir den Pferden, dass sie unbeschadet überstehen, was profitgierige Menschen ihnen am Sonntag abverlangen werden.

 

 

 

 

 

 

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