Wenn Haustiere verreisen

Amt für Verbraucherschutz weist auf Reisebestimmungen für Hunde und Katzen hin 
Wer sein Haustier mit in Urlaub nehmen möchte, muss einige Regeln beachten. Das Amt für Verbraucherschutz der Landeshauptstadt Düsseldorf rät:

  • Ein Heimtierausweis muss bei der Ausreise in die Länder der Europäischen Union (EU) und der Rückkehr nach Deutschland aus den EU-Staaten an der Grenze vorgelegt werden. Heimtierausweise kann jeder ermächtigte Tierarzt ausstellen und darin auch Impfungen, die andere Tierärzte vorgenommen haben, übernehmen.
  • Das Haustier muss über einen wirksamen Tollwutimpfschutz verfügen. Bei der Reise muss die Tollwutimpfung mindestens 21 Tage zurück liegen, sie darf aber nicht älter als ein Jahr sein. Falls es sich um eine Wiederholungsimpfung handelt, muss diese innerhalb eines Jahres nach der vorherigen Impfung erfolgt sein.
  • Das Haustier muss eindeutig mittels Mikrochip oder Tätowierung gekennzeichnet sein. 
Bei der Einreise nach Deutschland mit Haustieren aus in Bezug auf die Tollwut "nicht sicheren Drittländern", wie etwa der Türkei, muss im Heimtierausweis zusätzlich:
    • das Ergebnis einer Tollwut-Antikörperbestimmung eingetragen sein. Diese Antikörperbestimmung erfolgt mittels einer Blutprobe, die frühestens 30 Tage nach erfolgter Tollwutimpfung entnommen werden kann. Darüber hinaus muss die Blutprobe zum Zeitpunkt der Einreise bereits drei Monate zurückliegen. Das bedeutet: Tiere können erst im Alter von sieben Monaten mitgeführt werden.
    • Die Antikörperbestimmung muss nicht wiederholt werden, wenn das Haustier regelmäßig im Abstand von zwölf Monaten oder kürzer gegen Tollwut geimpft wird.


Diese Informationen sind auch für alle Reisenden wichtig, die sich als so genannte "Flugpaten" gewinnen lassen. Häufig werden Tiere aus anderen Staaten am Flughafen Heimreisenden anvertraut, die über geltendes Recht und die Anforderungen an den Transport nicht informiert sind. Verantwortlich ist aber derjenige, der das Tier mit sich führt, also der Flugpate. Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro geahndet werden. 
Das Amt für Verbraucherschutz rät daher allen Urlaubern, die ein Tier nach Deutschland einführen möchten, sich vor den Ferien beim heimischen Veterinäramt umfassend über die geltenden Einreisebestimmungen zu informieren 
Ziel aller Bestimmungen ist es, die Ausbreitung der Tollwut zu verhindern. Dahin zielt auch die EU-Verordnung über die Ein- und Ausfuhr von Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) zwischen EU-Mitgliedsstaaten sowie aus Drittländern in EU-Mitgliedsstaaten. Sie ist seit 1. Oktober 2004 in Kraft. 
Für Rückfragen stehen die Mitarbeiter des Amtes für Verbraucherschutz - Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung - unter der Telefonnummer 89-93242 zur Verfügung. 
(pau)


20. Juni 2006

Tipps zur Einreise
Informationen der Stadt Düsseldorf

Einreisebestimmungen erfahren Sie telefonisch über diejeweiligen Botschaften bzw. über das URLAUBS-BERATUNGSTELEFON DES DEUTSCHEN TIERSCHUTZBUNDES TEL. 0228 / 604 96 2

 Disclaimer - Rechtliche Hinweise

Ab auf die Insel?

Passend zur Reisezeit erhielten wir eine sehr nette Mail im Auftrag des britischen Fremdenverkehrsamts.

Unter https://www.visitbritainshop.com/deutschland/artikel-und-news/mit-dem-hund-nach-grossbritannien/ erhalten Sie nähere Informationen, falls Sie planen die schönste Zeit des Jahres gemeinsam mit Ihrem Hund in Großbritianien zu verbringen.