Die Jäger, der Alkohol und das WDR-Fernsehen Wahrhaftigkeit, Latein und viele tote Reinekes

von Jürgen Heimann (http://www.rotorman.de/)

Er ist ihnen nicht entkommen. Offiziell hatten die Euskirchener Jäger nach massiven Protesten im Frühjahr vergangenen Jahres das revierübergreifende Massaker an Meister Reinecke zwar abgesagt, nahmen ihn aber, nachdem die Öffentlichkeit erfolgreich eingelullt war, dennoch wie geplant ins Visier.

Mit Latein kennen sich die Heger mit dem grünen Abitur ja aus. Wir reden jetzt nicht von der Muttersprache eines Marcus Aurelius oder Lucius Annaeus Seneca. Die Werke dieser großen römischen Philosophen waren ja stets auch von Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit durchdrungen. Da muss man bei den Jägern und ihrem Latein schon gewisse Abstriche machen. Gilt auch, wenn sich die Lodenmantler in Deutsch artikulieren. Und wenn man ihnen in der Michel-Sprache mit Argumenten kommt, die nicht ins eigene ideologische Weltbild passen, hört der Spaß sofort auf. Kritik können die Hochsitz-Besteiger schon mal gleich gar nicht ab.

Die Medien sind in ihren Augen erst dann neutral und objektiv, wenn sie die „weidmännischen“ Positionen übernehmen und wiedergeben, ohne diese auf ihre Stichhaltigkeit hin abzuklopfen. Wenn sie sich zum willfährigen Instrument der Eigen-PR machen, werden sie gehätschelt, wagen es Journalisten hingegen, bestimmte Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen, landen sie auf der „schwarzen“ Liste. Und die Färbung selbiger kann durchaus auch politisch interpretiert werden. Der WDR beispielsweise hat dahingehend einschlägige Erfahrungen gemacht. Die televisionären Rundfunker einer- und der Landesjagdverband NRW andererseits können nicht miteinander.

Nun gehört der Dachverband der Nimrods im größten deutschen Bundesland ja zu den krassesten und aggressivsten seiner (aussterbenden) Art auf Bundesebene. Auf Krawall gebürstet sind sie allerdings alle. Zumal dann, wenn die Gefahr besteht, die Politik könne an ihren (natürlich) historisch gewachsenen anachronistischen Privilegien kratzen. Aber die bewaffneten nordrheinischen Westfalen setzen dann, mit Schaum vor dem Mund (daran erkennt man bei einigen Tieren die Tollwut), immer noch einen drauf.  Wir wollen ja hier nicht die von viel Laisser-faire durchdrungene Einstellung  von LJV-Präses Ralph Müller-Schallenberg zum Thema Alkohol am Steuer, pardon, nee, stopp, zurück, zum Thema Alkohol an der Flinte geißeln. Auf jeden Fall mag der Funktionär in einem Schlückchen vor, während oder nach dem Pirschgang per se nix Verwerfliches sehen, im Gegensatz zum Bundesverwaltungsgericht. Wenn ein Drink auf den Waffenbesitzer nicht verhaltensbeeinflussend wirkt, warum nicht.  So ein kleiner Aperitif vor dem finalen Abschuss kann ja durchaus auch stimulierend wirken und die (durchaus auch sexuelle) Lust im Angesicht des tierischen Todes immens steigern. Und das ist ja schließlich Sinn der Sache.

Alkohol ist aber nicht nur ein guter Freund der NRW-Schießer, sondern scheint in diesen zünftigen Kreisen weit verbreitet, akzeptiert, toleriert – und geliebt. Auch in Hessen. Gut, wenn, wie im Waldeck’schen passiert,  ein betrunkener Nimrod auf der Heimfahrt von einer Treibjagd  erst seinen Wagen in den Straßengraben setzt, um anschließend, von der Polizei seines Führerscheins „beraubt“,  zu Hause seine beiden Jagdhunde zu erschießen (vermutlich weil er sie für Schwarzkittel gehalten hat), fällt das unter Kollateralschäden. Aber wenn der Vorsitzende des Jagdvereins Wetzlar die „lieben Kollegen“ im Vorfeld einer Demo gegen die Landesjagdverordnung in Wiesbaden inständig ersucht, nüchtern zu erscheinen, weil man ja schließlich einen guten Eindruck hinterlassen wolle, lässt das schon tief (ins Glas) blicken. 

Angesichts solcher Bilder schlägt das Herz eines jeden wackeren Nimrods höher. Im Südwesten Nordrhein-Westfalens verzichteten die Jäger jedoch auf die Zurschaustellung der Kadaver , angeblich, um „Übergriffe durch militante Jagdgegner zu vermeiden“.

Tierschutz heißt, über 1 Million Mitgeschöpfe zu töten

Derselbe Landesjagdverband vergießt andererseits plakative (Krokodils-)Tränen, weil das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen seine Klage gegen das Umweltministerium, das ihm, frech aber auch,  die  Anerkennung als Tierschutzverein verweigert, abgewiesen hatte. Hallo?!! Jetzt muss man es sich mal auf dem Zielfernrohr zergehen lassen. Gemäß aktueller Statistik haben die grünuniformierten NRW-„Tierfreunde“ in der Jagdsaison 2014/2015 insgesamt 1.066.092 Mitgeschöpfen den Garaus gemacht und vom Diesseits ins Jenseits befördert. Überwiegend waren das ganz gefährliche Kreaturen: Rotwild, Feldhasen, Füchse, Waschbären, Wildschweine, Truthühner, Ringeltauben, Gänse, Enten, Graureiher, Habichte, Bussarde, Krähen, Hunde, Katzen, Waldschnepfen, und, und, und. Das sind übrigens die Zahlen, die der LJV Nordrhein-Westfalen, mit knapp 64.000 Mitgliedern der mit Abstand größte in Deutschland, an das Ministerium gemeldet hat. Lassen wir mal die optionale Dunkelziffer außen vor. Wenn diese Erfolgsbilanz zur Stabilisierung unseres Gemeinwesens, der Verteidigung der Zivilisation und des Erhalts des Gleichgewichtes in der Natur die Jäger nicht als Tierfreunde ausweist, was dann? 

Apropos Landesjagdgesetz: Im Vorfeld der Verabschiedung hatte der Jagdverband im Frühjahr 2015 so viele Demonstranten auf die Straße gebracht wie kein anderer in Deutschland. Im März machten 15.000 Flintenmänner und -frauen vor dem Landtag in Düsseldorf dagegen Front. Hat zwar letztlich nix genutzt, aber es zählt der („gute“) Wille. Die Organisatoren stilisierten diesen Aufmarsch zu „einem Protest des gesamten ländlichen Raumes gegen eine Politik, die (…) zu einer deutlichen Verschlechterung für den Tier-, Natur- und Artenschutz führt“, hoch.  Nur der Westdeutsche Rundfunk hat diesen „Kraftakt der Aufrechten und Besorgten“ wohl nicht angemessen gewürdigt und bejubelt. 

Dessen Berichterstattung sei  mangelhaft gewesen, rügten die Jäger. Sie sprachen gar von einem  „journalistischen Fehltritt mit Ansage“.  Und da man mit dieser Anstalt und einer bestimmten Journalistin schon in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht habe, lehnten sie eine Interviewanfrage zum Thema “Neues Jagdgesetz” auch kategorisch und wortreich ab.  Man/frau ist es nicht gewohnt, dass sich Journalisten kritisch mit ihren Thesen auseinander setzen. Medien, die die eigenen Pressemitteilungen 1:1 abdrucken (was die Regel und auch ein klein wenig das Ergebnis einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit der Jäger ist), gelten hingegen als neutral und objektiv. Chance vertan, aber im Nachhinein gemeckert.

Der WDR hatte das Thema „Jagdrecht“ im Rahmen seiner Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ beleuchten wollen. Was er denn auch tat, ohne dass die Jagenden letztlich ihren Senf dazu gegeben hatten. Deshalb wohl auch sprachen letztere im Nachhinein davon, dass der Beitrag an Tendenziösität kaum zu überbieten gewesen wäre. Sie hatten es aber in der Hand, den ein oder anderen Punkt im eigenen Interessenssinne gerade zu rücken. Chance vertan. Den inkriminierten TV-Bericht gibt es hier:

Tiere suchen ein Zuhause

Nun, dass man nicht gerne als „Subkultur“ vorgeführt wird, ist verständlich. Aber was bitteschön sind die Jäger dann, wenn nicht das? Eine Leitkultur bestimmt nicht, auch wenn sie sich selbst als Repräsentanten einer solchen sehen. Die organisierten Hobby-Töter sind und bleiben in Deutschland eine (schwindende) bewaffnete Minderheit. Ende des Jagdjahrs 2013/2014 gab es deutschlandweit 368.314 Jagdscheininhaber. Gemessen an der Gesamtbevölkerung nicht viel. Aber sie sind ziemlich effektiv und fordern einen hohen Blutzoll, unter Feld- und Waldbewohnern ebenso wie unter Menschen. Die durch seriöse Erhebungen gestützte Aussage, dass die Akzeptanz der Jäger innerhalb der Bevölkerung schwindet, hört man in Lodenkreisen natürlich auch nicht so gerne. Das Gegenteil zu behaupten, ist leicht.

Kein Sieg der Vernunft, sondern ein Täuschungsmanöver

 

Der Tierschutzverein „Kall und Umgebung“ hatte in Zülpich, dem Sitz der Kreisjägervereinigung, ein großes Aufgebot an Gleichgesinnten mobilisieren können, um Front gegen die geplante Tötungsorgie zu machen. Sie wurde nach außen hin abgesagt – doch das war ein Pyrrhussieg.

Hätte man es bei entsprechenden „Richtigstellungen“ belassen, wäre der Flurschaden begrenzt gewesen. Aber man musste sich ja obendrein auch noch als wackeres Häuflein Unentwegter inszenieren, das sich selbst durch massive Proteste der Bevölkerung nicht von seinem Tun abbringen lässt. Wir erinnern uns: Anfang Februar des vergangenen Jahres sollte im äußersten Südwesten Nordrhein-Westfalens, im Kreis Euskirchen, eine große, Revier-übergreifende Fuchsjagd stattfinden. Die Begründung für diese konzertierte Aktion schöpfte aus dem sattsam-bekannten Blabla plakativen Blödsinns, das in Stichworten wie Sicherung der Volksgesundheit, Tollwut- und Staupe-Bekämpfung und Erhalt der Artenvielfalt seinen Niederschlag findet. Der Tierschutzverein Kall und Umgebung hatte binnen weniger Tage 21.730 Unterschriften gegen das geplante Massaker zusammengetragen. Es hagelte zudem  Proteste aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Jäger sagten die Tötungsorgie daraufhin (publikumswirksam) ab, auch nach Intervention von Natur- und Umweltminister Johannes Remmel. Großes Aufatmen. Doch Jagdgegner und Tierschützer hatten die Sektkorken damals verfrüht knallen lassen, um einen vermeintlichen Sieg der Vernunft und der Einsicht zu begießen.

Tierschutzvereins-Vorsitzender Markus Schmitz-Bongard hatte schon gleich in Skepsis gebadet und davor gewarnt, man dürfe nicht so naiv sein zu glauben, „dass das damit erledigt ist“. Wie Recht er behalten sollte!  Monate später kam heraus, dass er, seine Vereinskollegen (und mit ihnen Tierschützer aus ganz Deutschland) sowie Administration und Landespolitik hinters Licht geführt worden waren. Im Rahmen seiner Replik auf den WDR-Fernsehbericht sah sich der Landesjagdverband nämlich veranlasst, auf seiner Internetseite den TV’lern genüsslich nachzuweisen, dass sie auch in diesem Punkt falsch gelegen hätten. In dem Beitrag war auch der „Fall“ Euskirchen und die Absage der Jagd erwähnt worden.  Die habe aber entgegen der Darstellung im Fernsehen wie geplant stattgefunden. Man hätte lediglich auf das Auslegen der Strecke (die Zurschaustellung der Kadaver) verzichtet. Dies wohl,  um keine schlafenden Hunde zu wecken. Offizielle Lesart: Man habe  „Übergriffe durch militante Jagdgegner vermeiden“ wollen.

Philosophen, Bären, Wasser, Schnaps

 

Medien, die die oftmals kruden Thesen der NRW-Nimrods nicht 1:1 übernehmen, sondern sich auch kritisch damit auseinandersetzen, gelten als „tendenziös“. Wer, wie der WDR, die von der überwiegend positiven Berichterstattung verwöhnte Jägerschaft nicht hätschelt, muss sich „journalistische Fehltritte“ nachsagen lassen. So einfach ist das.

Die Jäger haben der Öffentlichkeit einen Bären aufgebunden und sich selbst damit einen Bärendienst erwiesen. Nachhaltiger kann man die eigene Glaubwürdigkeit nicht erschüttern. Was ist von einer Lobby-Organisation zu halten, die Wasser predigt und Wein (meist aber Schnaps) säuft? Wenig! Dieses Täuschungsmanöver, das einzig und allein durch eigenes Zutun deshalb als solches enttarnt worden ist, weil übereifrige Jagdfunktionäre mit ihrer Medienschelte punkten wollten, wird ihnen nachhängen.  Der LJV hat seine  vermeintliche Honorigkeit einem Triumph geopfert, dessen Halbwertzeit noch nicht einmal an die eines Glases Jägermeister heranreicht. Und seinem Pressesprecher sei ein Studium der Schriften des ollen  Anicius Manlius Torquatus Severinus Boëthius empfohlen. Wie hatte der römische Philosoph weiland (wenn auch in einem anderen Kontext) so treffend angemerkt: „Si tacuisses, philosophus mansisses!“ Für jene, die lediglich Jägerlatein als zweite Fremdsprache belegt hatten: Das heißt sinngemäß so viel wie „Hättest Du geschwiegen, wärst Du ein Philosoph geblieben“.

Die Wahrheit über die Hubertusjagd...

Von Monika Piasetzky

Als einst Hubert zur Jagd zog, warnte ihn seine Gattin und flehte ihn dringend an, den ersten Todestag des Herrn nicht zu entweihen; dennoch siegte die Jagdlust und er verfolgte einen prächtigen Hirsch. Als er demselben nahe kam und schon den Bolzen nach dem Tiere abdrücken wollte, bleibt der Hirsch plötzlich stehen, wendet sich nach dem Jäger, und mitten in seinem Geweih erscheint ein strahlendes Kreuz. Eine klagende Stimme ertönt: 'Hubertus, ich erlöste dich und dennoch verfolgst du mich!' Hubert erbebte, warf sein Geschoß von sich und flehte innig zu Gott um Erbarmen." Zitat: Großes Hausbuch der Heiligen

Trotzdem ist der November der traditionelle Monat der Hubertusmessen. Priester segnen die Waidmänner, ihre Waffen und die »Strecke« der getöteten Tiere. Es ist paradox, dass die Jäger gerade den Heiligen Hubertus als Schutzpatron auserkoren haben. Damit wurde die Hubertuslegende in ihr Gegenteil verkehrt und so missbraucht

Der Sinn der Hubertuslegende ist doch wohl dieser, dass der Mensch nicht der Jäger, sondern der Beschützer und der Freund der Tiere sein soll. Diente die Hubertusmesse diesem ursprünglichen Gedanken, so s0llte man jede Kirche ermutigen, diese zu zelebrieren. Doch Jahr für Jahr werden in Deutschland etwa 5Mio. Tiere von Jägern getötet. Manche wie Rehwild und Schwarzwild z.B. werden noch verwertet, andere wie Füchse, Marder und Rabenvögel einfach entsorgt. Zurzeit wehren sich die Jäger in vielen Bundesländern gegen eine Reform der alten Jagdgesetze, hin zu mehr Tierschutz. Konservative Jäger machen also auch öffentlich sehr deutlich, dass sie nicht gewillt sind den Wildtieren mehr Schutz zukommen zu lassen, sondern, ganz im Gegenteil, noch mehr Freiheiten haben wollen, um auch seltenen Arten weiterhin nachstellen zu können. Sie wollen den Verzicht auf Fallenjagd und Baujagd  nicht hin nehmen , weiterhin Hunde und Katzen erschießen und Tierschützer als Gegner, oder sogar als Feinde betrachten.

Die Jagd ist ein Hobby, das  unter den Wildtieren Angst, Schrecken und viele Schmerzen verursacht. Wildtiere werden von Jägern nicht, wie von Hubertus geschützt, sondern geschossen. Sie sind deshalb nur die Beute der Jäger und nicht deren Schutzbefohlene. Darum dürften die Kirchen   die Jäger nicht noch für ihr Tun segnen und preisen. Zu den Hubertusmessen  werden die Kirchen geschmückt, bis hin zu einem abgetrennten Hirschkopf, der auf dem Altar abgelegt wird. Dazu spielen dann die Jagdhornbläser das Requiem zur Hatz auf das Wildtier.

Das gewaltige "Halali" der Jagdhornbläser ist ein Aufruf zum Beutemachen und nicht zum Frieden schließen mit der Kreatur. "Der Jagdruf Hallali oder Halali ist uralt. Nach Paul Vialar entwickelte er sich in der altfranzösischen Vénerie, der Hetzjagd auf Hirsch und Keiler. HALLALI bedeutet Jagdruf oder Schrei der Jäger, der das baldige Ende des gehetzten Tieres ankündigt. Man bläst HALLALI, wenn das gehetzte Tier noch lebt, aufrecht steht und seinen Kopf zur Verteidigung gegen die hetzenden Hunde wendet.  Eine Doppelmoral, die zum Himmel schreit.

Der gläubige Mensch sollte an dieser Stelle bei seiner Kirche mal nachfragen ob ein Umdenken nicht endlich ansteht.

Die Wahrheit über die rollende Waldschule...

Die Wahrheit über die rollende Waldschule…..

Ein Kommentar

17.06.2015

Heutzutage sind unsere Kinder leider nicht mehr mit den Vorgängen in der Natur vertraut und es besteht für die Sensibilisierung der natürlichen Abläufe in der Natur sehr viel Nachholbedarf.

Eigentlich sollte man meinen, daß hierfür auch die Lehrer, oder seriöse Naturschützer und Fachleute zuständig sein sollten, um den Kindern die Natur wieder näher zu bringen. Leider machen es sich viele Schulen und auch sogar die Kindergärten sehr einfach, indem sie Jäger einladen, um die Kinder zu schulen.

Hierfür kommen Jäger mit rollenden Waldschulen oder sog. Naturmobilen in die Schulen, um den Kindern anhand ausgestopfter Tiere zu zeigen, um welche Arten es sich handelt, die es bei uns gibt. Wäre ja eine schöne Sache, wenn es sich hier nicht um Jäger handeln würde, die den Kleinen eine heile Welt der Geschöpfe im Einklang mit der Natur vorgaukeln und sich selbst als den lieben Jäger darstellen, der das Wild ja nur beschützt. Sie zeigen z.B. anhand einer ausgestopften Fuchsfamilie, also einer ausgestopften Fähe mit Welpen, wie das Familienleben der Füchse funktioniert. Meistens sind die Kinder dann hin und weg und begeistert über die Vorstellung der Jäger. Was Jäger den Kleinen aber nicht erzählen ist, wie sie an die ausgestopften Tiere heran gekommen sind.

Die kleinen Füchse wurden durch Jäger vorher getötet, ob mit der Falle gefangen oder ausgegraben und hingerichtet. Sie sind wahrlich keine Tierschützer, sondern eben Jäger, die Beute machen wollen und Freude am Erlegen von Tieren haben. Jäger würden auch nicht auf die Idee kommen, den Kleinen einmal zu zeigen, wie man ein Tier aus der Falle holt, und wie sie es dann töten. Sie würden den Kindern auch nicht zeigen, wie sie die Füchse und viele andere, für sie nicht verwertbare Tiere entsorgen. Sie würden die Kleinen auch nicht mit auf eine Treibjagd nehmen, weil die Kinder dann mit ansehen müssten, wie Hasen gehetzt, panisch mit offenem Maul und herausquellenden Augen, auf der Flucht erschossen werden und oft jämmerlich schreien, wenn sie angeschossen werden.

So entsteht bei den Kindern ein völlig falsches Bild, über das Leben der Wildtiere und auch über Jäger, die eben nicht die Beschützer des Wildes sind. Für mich ist es völlig unverständlich, warum heutzutage Pädagogen Jäger in die Schulen holen und dabei einfach ausblenden, wen sie sich da in die Schule geholt haben. Unsere Kinder haben ein Recht auf einen sachlichen und korrekten Unterricht, der ihnen die Zusammenhänge auf ehrliche Art und Weise näher bringt und das können Jäger nun einmal nicht. Für die Ausbildung unserer Kinder sind in erster Linie die Lehrer zuständig und wenn Lehrer sich Hilfe holen, dann dürfen es nur unabhängige Fachleute sein, die eben nicht zwei Gesichter haben.

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Die Wahrheit über die Fallenjagd...

Die Wahrheit über die Fallenjagd………….

13.05.2015

Szenario wie folgt:

Mühsam stapft der Jäger durch das Unterholz. Er ist angespannt. Gilt es doch, die im Revier aufgestellten Fallen zu kontrollieren. Die Vorfreude treibt ihn an.
Angekommen hat er in einer Lebendfalle auch Erfolg. Nun noch das Tier aus der Falle holen und töten.

Das Opfer empfindet Todesangst. Es ist gefangen und verletzt. Lange Zeit tobte es panisch und verzweifelt  in seiner Falle, versuchte sich zu befreien, schrie und fügte sich  noch zusätzlich Verletzungen zu. Half alles nichts, keine Chance. Es ist einer der grausamsten Wege in den Tod.

So, oder so ähnlich, spielt es sich  in vielen Revieren in Deutschland ab, wenn die Fallenjäger unterwegs sind.
Warum stellen Jäger heutzutage immer noch Fallen? Artenschutz nennen sie
das neuerdings und wollen angeblich seltene Bodenbrüter schützen. Bodenbrüter kann
man aber nur schützen, wenn das Biotop stimmt und das stimmt eben vielerorts nicht mehr.

An dieser Stelle sollte ein Hebel zur Verbesserung der Biotope angesetzt werden.


Früher wurden Fallen von Jägern für Fuchs und Co gestellt, um die Abschüsse von Hasen, Rebhühnern und Fasan zu erhöhen und das gilt heute noch.

Das von Jägern vorgebrachte Argument für die Fallenjagd zum angeblichen  Artenschutz von Bodenbrütern ist überraschenderweise erst wenige Jahre alt.
Nachdem Jäger die Fallenstellerei, die sie ausschließlich zur Erhöhung ihrer Niederwildbeute gestellt haben, dem mündigem Bürger nicht mehr mit den althergebrachten Argumenten erklären konnten, sind sie also auf den Zug des Artensterbens aufgesprungen. Der von der Landwirtschaft zu verantwortende Artenschwund kam ihnen dabei sehr gelegen.
Artenschutz wird aber zur Heuchelei, wenn man Beutegreifer mittels Fallenjagd dezimieren will. Um, das haben wir in den vorausgegangenen Berichten gelesen, die Beutetiere selbst zu erlegen.

Sie werben sogar mit dem Spruch“ Jagd als Lösung des Artensterben durch intensive Fallenjagd“. ( Deutscher Jagdverband 26.09.14) Da bleibt dem Normalbürger die Luft weg und er fragt sich: „ für wie doof halten die uns eigentlich“?


Werfen wir einen Blick auf die feinen Methoden:
Es gibt Totschlagfallen und Lebendfallen. Bei den Totschlagfallen wird das sogenannte Eiabzugseisen eingesetzt. Es soll auf Abzug des Köders zuschlagen und das Tier töten. Natürlich ist es nicht selektiv, also können unterschiedliche Arten gefangen werden. Leider wirkt es auch nicht immer sofort tödlich und kann deshalb zu schlimmsten Quälereien durch eingequetschte oder abgetrennte Gliedmassen führen.
Erfreulicherweise hat der Gesetzgeber das in NRW erkannt und diesen Fallentyp verboten.
Dann gibt es die sogenannten Lebendfallen. In diesen werden Tiere gefangen, um sie dann nach der Entnahme, oder noch in der Falle selbst, zu töten. In diesen Fallen kann sich natürlich alles fangen, also auch geschützte Arten. Entscheidend für Leben oder Tod der ausgelieferten  Kreatur ist hier allein die Einstellung des Jägers. Gnade oder Ungnade.  Eine Kontrolle gibt es nicht.
Es ist an der Zeit, den Gebrauch dieser Fallen auf breiter Ebene zu verbieten, zu ungewiss ist das Schicksal vieler Tierarten die hineingeraten. Eine Einschränkung muss man jedoch fairerweise zulassen. Auf Inseln oder an Deichen, die geschützt werden müssen, ist die Fallenjagd oft das einzige Mittel der Wahl. Dann aber bitte nicht mit Hobby-Jägern, sondern Fachleuten.

Man hat inzwischen auf allen Ebenen der Ethik, Religionen, Philosophie und täglichem Erleben  herausgefunden, dass Tiere Empfindungen haben, wenn nicht gar eine Seele haben. Diese Erkenntnisse sollten auch der Jägerschaft nicht fremd sein.

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Die Wahrheit über die Hasenjagd...

22.04.2015

Die Wahrheit über die Hasenjagd…………..

Nicht der Fuchs sagt dem Hasen „Gute Nacht“. Es ist der Jäger.

Hasen stehen auf der Roten Liste, aber das scheint nicht wichtig zu sein. In den Sechzigern Jahren des letzten Jahrhunderts waren es noch pro Jahr ca. 300.000 Hasen, die von Jägern getötet wurden, heute reicht es gerade mal für 66.000 in NRW. Aber jeder Jäger möchte jagen.

Der Lebensraum und die Überlebenschancen von Meister Lampe werden nicht nur knapp durch die heutige Landwirtschaft.

Selbst wenn er  Monokulturen und zu wenig Freiflächen  übersteht, gerät er ins Fadenkreuz der Jäger. Durch „Abschöpfen des Überschusses einer nachwachsenden Ressource“ . Man beachte die jägertypische Ausdrucksweise, die uns Nichtjäger nicht nur  irritiert, sondern auch in Anbetracht der drastisch sinkenden Population, ein Fragezeichen auf die Stirn zaubert.

Ein anderer Ausdruck für den Abschuss ist „Ernte“. Auch schön!  Ich erinnere daran, dass sich die Jäger  gern als Tierfreunde bezeichnen. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.

Wie sieht die Hege aus. Anders als ich dachte (Hege = liebevolle Versorgung =  hahaha) meint der Jäger damit, er schützt vorübergehend seine Beute, den Hasen, indem er zunächst mal alles mit Büchse oder Flinte abknallt, was dem Hasen gefährlich werden könnte. Auch der Bau- und Fallenjagd wird sich gerne bedient. Wenn das erledigt ist, verfolgt er den Hasen normalerweise mittels einer Treibjagd.

Apropos Treibjagd, am Jahresende kommt es dann zu  berüchtigten Gesellschaftsjagden. Sozusagen eine alte Tradition, kann also nicht falsch sein?

Es gibt keinerlei Begrenzungen oder Vorgaben. Der Jagdpächter allein entscheidet und wer fällt, der fällt. Viele Jäger sind des Hasen Tod. Wenn man bedenkt, es nehmen viele( ältere?) Damen und  Herren Teil, die vor vielen Jahren mal eine Schießerlaubnis erteilt bekamen, aber eigentlich mangels Übung nicht wirklich treffen,  kann das bedenklich sein.

Also, wie nach einem Schlachtplan gehen zig verwegene Jäger mit ihren Hunden  das Gelände ab und wehe sie erblicken so ein Langohr. Das stirbt dann ohne Wenn und Aber, meistens nach Hetze und Todesangst. Allerdings mussten auch schon Treibjagden wegen Hasenmangel abgesagt werden.

Man kann davon ausgehen, dass für jede geschossene Häsin im nächsten Jahr drei Hasen fehlen, die sich nicht mehr vermehren können. Das nennt man dann Nachhaltigkeit. Fragen Sie mich bitte nicht warum.

Nun, die Jäger pochen auf ihr Recht der Nutzung von Wildtieren, schließlich haben sie dafür bezahlt. Gar lustig ist die Jägerei………….

Man fragt sich was Feldhasen uns Menschen eigentlich  Furchtbares angetan haben, dass man sie so gnadenlos umbringt. Ein vernünftiger Grund hat sich mir noch nicht erschlossen, brutale Ungerechtigkeit, über die man weinen möchte.

Wenn es also so weiter geht, werden wir mit ein bisschen Glück Meister Lampe bald nur noch im Zoo bewundern können.

Eigentlich schade, er ist so wunderschön und viele Menschen lieben ihn…………….

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Die Wahrheit über die Baujagd……

15.04.2015

Der Fuchs ist ein Wildtier, das im Haushalt unserer Natur eine wichtige Rolle spielt. Er ist sozusagen die Gesundheitspolizei des Waldes. Seine Hauptnahrung besteht aus Mäusen. Darüber hinaus erbeutet er das  nicht überlebensfähige Niederwild, eine wichtige Schutzfunktion im Kreislauf der Natur. Für diesen Job hat er  eigentlich Respekt verdient. Das Gegenteil ist aber der Fall, denn die Jäger verfolgen  ihn als Beutekonkurrenten und wollen ihm den Garaus machen.

Die Bejagung von Füchsen durch Jäger ist so vielfältig und intensiv, wie bei keiner anderen Tierart. Daher reicht es den Jägern auch nicht, diesen Beutekonkurrenten "nur" mit Büchse, Flinte und Falle zu töten, nein, sie verfolgen ihn bis in seinen Bau hinein. "Fuchssprengen"      (man beachte die Wortschöpfungen) nennen sie diese Form der Jagd, auch Baujagd genannt.

Hierzu werden extra "raubwildscharf" ausgebildete Terrier, verschiedener Unterrassen, eingesetzt, um den Fuchs aus seinem Bau zu treiben. Fürchterliche Beißereien unter der Erde zwischen Jagdhund und Fuchs sind eine Folge dieser tier- verachtenden Jagdmethode. Die Zeitschrift "Wild und Hund" rät den Baujägern in der Ausgabe 23/2009 daher auch folgendes: "Vor Jagdbeginn ist ein Set für erste Hilfsmaßnahmen zusammenzustellen. Hierzu zählen Mittel zur Erstversorgung von Wunden wie Pinzette, Schere, Desinfektionslösung und Verbandsmaterial. Jeder Jagdeinsatz kann für den Hund unangenehme Folgen haben. Die häufigsten davon sind: 1. Bissverletzungen im Kopf- und Halsbereich Unter der Erde geht es oft um Leben oder Tod. Dementsprechend heftig sind die Auseinandersetzungen zwischen Hund und Raubwild." Bissverletzungen im Kopfbereich sind dabei nicht selten. Betroffen sind regelmäßig die Lefzen, der Oberkiefer und die Behänge."
Nicht selten endet die Auseinandersetzung zwischen Bauhund und Fuchs mit einem Patt unter der Erde. Dann heißt es graben. Der Bau wird dann von den Jägern ausgegraben, um den Hund zu bergen und den Fuchs zu töten.

Auf der angefügten  Graphik  ist zu sehen, dass fünf erwachsene Männer, schwerbewaffnet und mit scharfem Hund einen Fuchsbau (beispielsweise eine Fuchsmutter mit ihren Kindern), im Visier haben.

Viel kriegerische Strategie  für das Martyrium kleiner Tiere?  Urteilen Sie selbst!!!  Die Ängste und die Panik der Kreatur Fuchs, so wie die möglichen Verletzungen der bedauernswerten Jagdhunde und die Zerstörung der Naturbaue sind den brutalen Männern schlichtweg  egal. NRW will nun diese Baujagd verbieten und das ist längst überfällig. Nur die Jägerschaft will daran fest halten und weiterhin diese brutale Hetzjagd ausüben. Keine Gnade für Meister Reinecke. Warum nur? Ist das nun ein gesellschaftliches oder ein psychisches Problem?

Ein Kommentar von Monika Piasetzky

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Die Wahrheit über die Rabenvogeljagd….

08.04.2015

In Fallen gefangen, anschließend mit der Hand, den Schuhen oder dem Rundholz getötet.

Von unten mit Schrot in das Nest mit der brütenden Krähe samt Eiern, oder Jungvögeln geschossen.

Mit vergifteten Eiern getötet oder früh morgens von ihren Schlafplätzen aus den Bäumen geschossen.

Die Art der Bejagung von Krähen durch konservative Jäger war schon immer sehr vielfältig und abstoßend.

Die Rabenvögel wurden schon immer von den Jägern verteufelt und aus Beuteneid falsch dargestellt. Da sie krächzen und schwarz sind, während der Brutzeit auch mal einen Junghasen, oder ein Gelege nicht verschmähen, was im Kreislauf der Natur völlig normal ist, war es leicht, die Bevölkerung zu beeinflussen und diese wunderbare intelligenten  Geschöpfe als das Böse darzustellen. So ist es nicht verwunderlich, dass Rabenvögel heute wieder bejagt werden und das sogar intensiver als vor ihrer Unterschutzstellung in 1987.

Dohle, Saatkrähe, Rabenkrähe, Elster und Eichelhäher werden alle in einen Topf geworfen, der Kolkrabe als angeblichen Schaf-, Schwein- und Rinderkiller an die Spitze  gesetzt, wird versucht, die Bevölkerung  auf „Abschuss“ zu stimmen. Obwohl Gutachten unabhängiger Institute das Gegenteil beweisen, hier besonders zu nennen Dr. Wolfgang Epple, Dr. Ulrich Mäck und Dr. Hans-Wolfgang Helb, hält die Jägerschaft in Zusammenarbeit mit den Landwirten an ihren unbewiesenen Argumenten fest.

Bauern werden angeblich in ihrer Existenz bedroht, unsere Singvögel sterben aus und auch das Niederwild ist vom Aussterben bedroht. Und an allem ist der Rabenvogel schuld???

Jäger wollen nur einen unliebsamen Beutekonkurrenten los werden um mehr Niederwild zu schießen, vergessen aber dabei, dass der Verlust von einem Junghasen in der Brut und Setzzeit durch Rabenkrähen wieder ausgeglichen wird, während der Abschuss von ausgewachsenen Hasen während der Treibjagden den kompletten Verlust eines fortpflanzungsfähigen Tieres bedeutet. Jäger verbünden sich mit den Bauern, die ihre dünne Kunststofffolie, als Bezug für ihre Viehfutterberge mitten in der Natur, in Gefahr sehen. Landwirte werden von Jägern beraten ihre Anträge für Abschüsse außerhalb der Jagdzeiten zu stellen und somit den Jägern die Gelegenheit für die Abschüsse auch von Brutpaaren zu bieten. Dabei sollten sich die Bauern glücklich schätzen, denn die Krähen holen sämtliche, bei ihnen unerwünschten Krabbeltiere aus der Erde. Zum Beispiel Engerlinge, Werren, Maulwurfsgrillen und viele Mäuse. Somit ist der Nutzen insgesamt wesentlich größer als der Schaden, den sie mitunter anrichten.

Mit der nach amerikanischem Vorbild eingeführten Lockjagd, mittels Tarnzelt, Fleckentarnanzug, mit Handschuhen und Flinte sowie heftiger Kriegsbemalung,  wird wieder intensive Jagd auf diese Vögel gemacht. Für viele Jungjäger ist es eine regelrechte Sucht geworden die Tiere im Donnerhall ihrer Flinten vom Himmel zu holen. Dabei kann es auch vorkommen, dass geschützte Arten, wie Saatkrähen und Dohlen den getarnten Jägern zum Opfer fallen.

Konservative Regierungen, die gut mit der Jägerschaft und den Bauern zusammen arbeiten, machen dieses möglich. NRW ist gerade dabei aus Tierschutz- und Naturschutzsicht wenigstens die Lockjagd wieder einzuschränken, was sehr begrüßenswert ist. Dies reicht aber nicht, da eine Jagd auf Rabenvögel völlig sinnlos ist und generell eingestellt gehört. Erbeutete Rabenkrähen und Elstern werden einfach entsorgt, also wie Müll behandelt und das spricht  gegen das Tierschutzgesetz. 

Kein vernünftiger Grund rechtfertigt die Jagd auf dieses Federwild. Schon gar nicht die Lust einiger wilder Männer auf Kriegsspiele.

 

Ein Kommentar von Monika Piasetzky

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An die Jäger:

 23.03.2015

Liebe Jäger,

in letzter Zeit wurde es laut um euch, oder besser Ihr wurdet laut und lauter. Seit ein mutiger Minister Euch die vermeintlichen Privilegien beschneiden will ist Schluss mit lustig.

Das alte Jagdgesetz ist von 1936. Schon mal gehört, dass damals auch noch viele andere Gesetze verabschiedet wurden von denen man heute nichts mehr hält?

Ja, die Zeiten ändern sich. Die Gesetze auch. Ihr habt es lange verhindern können, mit der Hilfe von willfährigen Politikern, die sich nur und ausschließlich für eigene Interessen einsetzen. Es ist nicht zu begreifen, dass man Euch bisher das beliebige Töten erlaubte, obwohl wir mittlerweile wissen, dass die Jagd keineswegs den Wildbestand reguliert (siehe auch unseren Artikel im Tierschutzbrief 3-2014).

„Die Jagd ist eine Form der Geisteskrankheit“. Dies sagte und meinte der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland, der vom Volk geliebte und geschätzte Theodor Heuss.

Was ist, wenn er Recht hat?

Schauen wir doch mal genauer hin. Ist es denn so schwer zu verstehen, dass es nicht verwegen oder  mutig ist, mit einer Waffe einen Schwächeren, Unbewaffneten aus dem Hinterhalt abzuknallen?

Wenn Menschen die Opfer wären würdet Ihr möglicherweise selbst empört von „feigem Mord“ reden.

Höchste  Zeit genau dieses sinnlose Morden in Wald und Feld zu beenden.Es macht sicher Sinn neu darüber nachzudenken.

Bedeutet es wirklich so viel Lust, Unschuldige zu töten, Leid, Schmerz und Angst zu ignorieren, oder sich gar darüber lustig zu machen und mächtig zu fühlen?

Ach stimmt, sie können nicht sprechen und ihre Schreie hört niemand in der  wunderbaren Natur, die Ihr so liebt, hegt und pflegt, immer den Finger am Abzug.

Habt Ihr deshalb so laut geschrien am Mittwoch in Düsseldorf?

Ein Kommentar von Monika Piasetzky